Anders Behring Breivik kann sich vor Beginn seines Prozesses in einem Fernsehinterview äußern. Der Norweger soll sich vom 16. April an für die Ermordung von 77 Menschen bei zwei Anschlägen im vergangenen Sommer vor Gericht verantworten. Wie Vize-Gefängnischef Göran Nilsson am Dienstag sagte, hat der in Haft sitzende Breivik einer "ausländischen TV-Gesellschaft" für ein Interview zugesagt.
Alle Interviewwünsche anderer Medien habe er abgelehnt. Nilsson wollte nicht sagen, welcher Sender das einzige von Breivik gewünschte Interview erhält und aus welchem Land er kommt. "Es handelt sich um ein großes Medienunternehmen mit mehr als nur einer Zeitung", sagte Nilsson der Agentur NTB. In anderen Medien sagte Breiviks Anwalt Geir Lippestad, er und Kollegen hätten Breivik von Interviews vor dem Gerichtsverfahren abgeraten. Juristisch zulässig sind sie, seit das zuständige Osloer Gericht Besuchsverbote gegen Breivik ab 9. Jänner aufgehoben hat.
Dem 32-Jährigen wird vorgeworfen, am 22. Juli vergangenen Jahres zuerst acht Menschen durch eine Bombe im Osloer Regierungsviertel getötet zu haben und danach auf der Insel Utöya ein Massaker an Teilnehmern eines Sommerlagers verübt zu haben, bei dem 69 Menschen starben. Breivik hatte die Tat gestanden, sich aber nicht schuldig bekannt.
(APA/dpa)

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