Der umstrittene deutsche Tiefbahnhof "Stuttgart 21" wird voraussichtlich ein Jahr später als geplant in Betrieb gehen. "Die Wahrscheinlichkeit, dass es 2020 wird, ist sehr groß", sagte der Chef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, am Dienstag im Hessischen Rundfunk. Bisher war geplant, dass der Bahnhof bis 2019 fertig wird.
Grund für die Verzögerung dürften vor allem die massiven Proteste und ein Schlichtungsverfahren gewesen sein. Nachdem sich Ende November in einer Volksabstimmung in Baden-Württemberg eine Mehrheit der Bürger für den Bau von "Stuttgart 21" ausgesprochen hatte, nehmen die Arbeiten aber wieder Fahrt auf.
"Jeder, der eins und eins zusammenzählen kann, wird nicht erwarten, dass unter diesen Umständen der alte Zeitplan gelten kann", sagte Grube. Der Deutsche-Bahn-Chef zeigte sich zudem von der deutschlandweiten Bedeutung des Baus von "Stuttgart 21" überzeugt. Das Projekt sei "Pate gestanden für alle Infrastrukturprojekte in Deutschland", sagte Grube. Deshalb habe die Bahn eine große Verantwortung, das auch umzusetzen.
(APA/ag.)

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