In Mailand ist am Dienstagvormittag eine große Roma-Siedlung geschliffen worden, in der bisher 250 Menschen illegal lebten. Über 100 Baracken und Zelte wurden am frühen Morgen von den Behörden abgerissen. Die hygienische Lage in der Siedlung sei prekär gewesen und die Räumung reibungslos abgelaufen, berichtete die Polizei. Auch in Rom ist eine Kampagne gegen illegale Roma-Behausungen im Gange.
Der römische Bürgermeister Gianni Alemanno will 200 illegale Roma-Behelfsiedlungen in und unweit der italienischen Hauptstadt abreißen lassen. Die Maßnahme wurde beschlossen, nachdem vor zwei Wochen ein dreijähriges Kind bei einem Brand in einer illegalen Roma-Behausung ums Leben gekommen war. In Rom leben nach Angaben des Bürgermeisters 7.100 Roma, die Stadt sei jedoch bloß in der Lage, maximal 6.000 Personen Unterkunft zu sichern. "Circa 2.000 Menschen leben in illegalen Behelfsiedlungen, in denen sich neben Roma auch illegale Migranten befinden. Diese Behausungen müssen abgebaut werden", sagte Alemanno.
Der römische Bürgermeister traf am Montag in Paris den französischen Einwanderungsminister Eric Besson. Alemanno plädierte für EU-Regeln, nach denen EU-Bürger aus einem europäischen Land abgeschoben werden dürfen, wenn sie sich dort schwerer Verbrechen verantwortlich machen. Außerdem sollen abgeschobene EU-Bürger nicht mehr ins Land zurückkehren dürfen, aus dem sie ausgewiesen wurden.
(APA)

23.4°C
18.0°C
20.0°C
17.9°C
15.7°C






