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Papst: "Müssen Sünde in der Kirche bekämpfen"

16.05.2010 - 13:48
Benedikt warnt vor dem spirituellen Bösen© APA (epa)Benedikt warnt vor dem spirituellen Bösen

Der Papst hat die auf dem Petersplatz in Rom versammelten Gläubigen am Sonntag aufgerufen, die Sünde zu bekämpfen, die auch die Kirche belastet. "Der wahre Feind, den man fürchten und bekämpfen muss, ist die Sünde, das spirituelle Böse, das leider manchmal auch die Kirchenmitglieder infiziert", betonte Benedikt XVI. vor tausenden Gläubigen, die an einer Solidaritätskundgebung teilnahmen.

"Wir Christen fürchten die Welt nicht, wir müssen jedoch die Sünde fürchten. Daher müssen wir stark in Gott verankert sein und im Guten, in der Liebe und im Dienst solidarisch sein", sagte der Heilige Vater. Der Papst hob den Dienst hervor, den die Priester für das spirituelle und materielle Wohl von Menschen auf der ganzen Welt leisten. Im Namen Christi Gott zu dienen, sei die Aufgabe der katholischen Organisationen. Der Papst rief die Gläubigen auf, Gott zu vertrauen. Auch die harten Prüfungen für die Kirche könnten zu größerer Kohärenz führen. Benedikt XVI. dankte den Gläubigen für die Nähe zur Kirche und zu ihren Priester, die sich täglich um die Gläubigen kümmern.

Tausende Gläubige bekundeten ihre Solidarität mit Benedikt XVI. "Wir dürfen den Papst nicht allein lassen. Benedikt, Du bisst nicht allein", lautet der Slogan der rund 70 Verbände, die sich an der Kundgebung beteiligt haben. Zur Demonstration hat der Verband der katholischen Organisationen (CNAL) aufgerufen.

"Wir wollen für alle Opfer der Pädophilie beten, wir wollen aber auch das Gute hervorheben, das die vielen Priester weltweit tun und von dem niemand spricht", meinte die Organisatorin. Auf den Säulen des Petersplatzes wurde ein Spruchband mit dem Slogan ausgerollt "Zusammen mit dem Papst".

(APA)

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