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Porträt Vom Milliardärssohn zum Attentäter


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Bin Laden tot, "Franchise" Al-Kaida lebt


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USA-Pakistan zwei, die miteinander müssen

Weißes Haus veröffentlicht keine Bin-Laden-Fotos

04.05.2011 - 22:24
In diesem Haus wurde Bin Laden erschossen© APA (epa)In diesem Haus wurde Bin Laden erschossen

Das Weiße Haus will die Fotos des toten Terroristenchefs Osama bin Laden unter Verschluss halten, um kein Propagandamaterial zu schaffen. US-Präsident Barack Obama habe sich gegen eine Freigabe der Bilder entschieden, weil er eine Gefährdung der nationalen Sicherheit fürchte, teilte Sprecher Jay Carney mit.

Obama sagte in einem Interview des Senders CBS, das am Mittwoch ausgestrahlt werden sollte: "Es ist uns sehr wichtig, dass sehr eindringliche Fotos von jemandem, dem in den Kopf geschossen wurde, nicht zur Anstachelung weiterer Gewalt oder als Propaganda-Werkzeug im Umlauf sind. Das sind wir nicht". Die US-Regierung werde die Aufnahmen nicht wie "Trophäen" behandeln.

Es gebe keinen Zweifel, dass Bin Laden tot sei, sagte Obama weiter. Auch Mitglieder des Terrornetzes Al-Kaida bezweifelten das nicht. Ob die Fotos veröffentlicht würden oder nicht, mache keinen Unterschied. Wer noch immer nicht vom Tod des Terroristenchefs überzeugt sei, werde auch nicht von Bildern umgestimmt.

Obama sagte, er habe die Fotos selber gesehen, wollte sich aber nicht über seine Reaktion äußern. Nachdem der Leichnam Bin Ladens ausgeflogen worden war, "hatten wir an diesem Punkt eine deutliche Bestätigung, dass er es ist". Danach seien Fotos gemacht worden, und eine Gesichtsanalyse zeigte, dass es sich tatsächlich um Bin Laden handle. "Wir hatten zu diesem Zeitpunkt noch keinen Erbgut-Test gemacht, aber an diesem Punkt waren wir zu 95 Prozent sicher."

Nach einer CNN-Umfrage sind 56 Prozent der Amerikaner dafür, die Aufnahmen zu veröffentlichen. 39 Prozent lehnen das ab.

Sprecher Carney wies Kritik zurück, die Beisetzung Bin Ladens auf hoher See störe die Beziehungen zur muslimischen Welt. Es habe "beträchtliche Anstrengungen" gegeben, dem toten Terroristenchef ein den islamischen Vorschriften entsprechendes Begräbnis zu geben. "Der Respekt, der ihm und seinem Leichnam zuteilwurde, war weit größer als der Respekt, den Osama bin Laden den Opfern vom 11 September 2001 oder allen anderen Opfern gegenüber gezeigt hat."

(APA/dpa/ag.)

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