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Niavaranis "Interview"-Gäste

Sylvia Saringer: "Ich liebe das Leben"

20.01.2011 - 17:11
Sylvia Saringer ist studierte Publizistik- und Politikwissenschafterin. In ihrer ATV-Sendung "Am Punkt" geht's um konkrete Statements. Stößt sie sich deswegen so an Niavaranis Vorliebe für das Wort "eher"?
© ATV

Michael Niavarani stellt Sylvia Saringer seine relevanten Fragen.


Allgemein

Michael Niavarani: Wie heißen Sie?

Sylvia Saringer

MN: Wie geht es Ihnen?

Gut

MN: Wie spät ist es?

15.32 Uhr

MN: Wie ist das Wetter?

Grau, nebelig, kalt - kurz: bescheiden.

MN: Wo sind Sie gerade?

Das frage ich mich auch ständig.


Beruf

MN: Was sind Sie von Beruf?

Journalistin

MN: Haben Sie an Ihrer Karriere gezielt gearbeitet, oder hat die Liebe für Ihre Arbeit zu Ihrer Karriere geführt?

Letzteres

MN: Der ungerechtfertigte Erfolg eines Konkurrenten oder der eigene ungerechtfertigte Misserfolg - was ärgert Sie mehr und warum?

Definieren Sie "ungerechtfertigt".

MN: Wie viel Prozent Ihres Jobs würden Sie auch gerne ausüben, wenn Sie dafür kein Geld bekämen?

90%


Leben

MN: Sind Sie dort, wo Sie immer hinwollten?

Weiß ich nicht, aber ich fühl mich dort, wo ich grad bin, ganz wohl.

MN: Haben Sie noch ein großes Ziel (welches?), oder reicht Ihnen Ihr momentaner Status?

Viele große Ziele und ein kleines: Will Gitarre spielen lernen.

MN: Sind Sie eher glücklich oder eher unglücklich?

Eher eher – eh o.k.

MN: Haben Sie manchmal das Gefühl, Sie müssten sich für Ihr Glück rechtfertigen? (Warum?)

Nein.

MN: Wenn alles gerade gut läuft in Ihrem Leben, haben sie dann Angst, dass Sie etwas davon verlieren könnten, oder genießen Sie Ihr Glück, egal, was danach kommen mag? Waren Sie schon immer so?

Siehe oben: Eher. Eher Angst - und ja, war schon immer so.

MN: Wenn Sie etwas wissen, was wenige Menschen wissen und was auf Ihre Bildung hinweist, müssen Sie das dann den Menschen unbedingt mitteilen?

Nein.

MN: Haben Sie jemals in der Schule nicht aufgezeigt, obwohl Sie die Antwort wussten?

Kann mich nicht erinnern - ist schon sooo lange her. Glaube aber nicht. Eher nicht. :-)

MN: Haben Sie in der Schule irgendetwas für Ihr Leben gelernt? Was?

Ja. "Es geht sich alles aus."

MN: Wenn Ihr Leben verfilmt würde, wie wäre der Titel dieses Films und wen wünschen Sie sich in der Hauptrolle?

Lost in Translation. Über die Hauptrolle denke ich noch nach.

MN: Was macht Sie trauriger? Träume, die noch immer unerfüllt sind, oder Träume, die vor langer Zeit schon in Erfüllung gegangen sind?

Weder - noch.

MN: Wovor haben Sie mehr Angst: Vor dem Vorgang des Sterbens oder vor der Tatsache, dass sie danach tot sind? Warum?

Vorgang des Sterbens, weil klar, dass danach tot.

MN: Fürchten Sie sich manchmal vor Dingen mehr als notwendig? Hätten Sie gerne ihre Ängste mehr unter Kontrolle?

Ja und Ja.


Philosophie

MN: Aus irgendeinem Grund (die gute Fee) müssen Sie sich zwischen diesen beiden Lebensweisen entscheiden: 1) Sie werden steinreich (mehrere Milliarden Euro) und bleiben sterblich. 2) Sie müssen mit 700 Euro im Monat auskommen und werden unsterblich. Wie entscheiden Sie sich und warum?

Wenn die gute Fee auch meinen Lieben diesen Deal anbietet, dann für 2. ?. Hmmm. Ja für 2. – Ich liebe das Leben.

MN: Besitzt der Mensch einen freien Willen? Was führen Sie als Beweis an?

Der Glaube an den freien Willen ist eine selbsterfüllende Prophezeiung.

MN: Glauben Sie, dass Gott, oder eine andere Instanz, Sie lenkt, oder dass Sie Ihr Schicksal selbst gestalten?

Danke, ich lenke selbst.

MN: Haben Sie manchmal davor Angst, dass Sie sich für Ihr Handeln auf Erden irgendwann an einem anderen Ort verantworten müssen?

Nein.

MN: Ich selbst bin sehr davon beeindruckt, dass der Buddhismus als einzige Weltreligion nicht missioniert. Warum, glauben Sie, ist das so?

Ist das so?

MN: Ihr Kind hat einen Mord begangen. Sie haben die Möglichkeit, alle Indizien verschwinden zu lassen. Würden sie das tun?

Nein.

MN: Wie kommen wir der Wahrheit näher? Durch Nachdenken oder durch Nachforschen?

Welcher Wahrheit?


Partnerschaft

MN: Um Ihre Beziehung zu retten, würden Sie eher eine Paartherapie oder einen Romantikurlaub auf den Malediven buchen?

Eher.

MN: Wie groß ist der Unterschied zwischen Ihrem realen Sexualleben und Ihren sexuellen Fantasien? Sehen Sie eine Chance, diesen Abstand zu verkleinern?

*&§$%!!!!

MN: Haben Sie schon einmal während des Sex geweint?

Nein.

MN: Wenn Sie die Gewissheit hätten, mit einer bestimmten Person immer guten, aufregenden, gewagten Sex haben zu können – würden sie dafür auf Ihren Führerschein verzichten und stattdessen immer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren? Wenn nicht – was wäre ein fairer Deal?

Puh? da muss ich jetzt mal nachdenken und nachforschen? sorry. Nur so viel: Ich fahre auf keinen Fall immer mit den Öffis.

MN: Wie leicht fällt es Ihnen, mit einer attraktiven Frau/mit einem attraktiven Mann zu sprechen und sich dabei nicht vorzustellen, wie es mit ihr/ihm im Bett wäre?

Sehr leicht.

MN: Glauben Sie, ist sich Ihr Gesprächspartner dessen bewusst?

Leider nein.


Politik

MN: Halten Sie den Krieg für ein legitimes Mittel, um politische Ziele zu erreichen?

Nein.

MN: In wie vielen Jahren wird es die erste österreichische Bundeskanzlerin geben?

In diesem Leben kann ich das nicht beantworten.

MN: In wie vielen Jahren wird es den ersten österreichischen Bundeskanzler geben, der einen türkischen Nachnamen trägt?

Siehe letzte Antwort.

MN: Wie erklären sie sich die Tatsache, dass es in jeder Gesellschaft einen rechten Rand gibt?

Tatsache?


Zum Abschluss

MN: Wie spät ist es jetzt?

16.00 Uhr

MN: Welche Frage war Ihnen unangenehm?

Keine

MN: Welche Frage möchten Sie mir stellen?

Entweder, oder???

(Niavaranis Antwort folgt.)

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