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Niavaranis "Interview"-Gäste

Eberhard Forcher: "Falls Fekter Bundeskanzlerin wird, wandere ich aus"

21.12.2010 - 14:04
Ex-Ministrant, Ex-Lehrer, Ex-"Tom Petting", DJ und laut eigenen Angaben seit dem Paläozoikum bei Ö3. Eberhard Forcher, der Mann mit den angewachsenen Kopfhörern, im Klartext gegenüber Niavarani.
© Michael Gruber / EXPA / picturedesk.com

Michael Niavarani stellt Eberhard Forcher seine relevanten Fragen.


Allgemein

Michael Niavarani: Wie heißen Sie?

Eberhard Forcher

MN: Wie geht es Ihnen?

Wie's geht ? So geht's !

MN: Wie spät ist es?

Es ist nie zu spät

MN: Wie ist das Wetter?

Frag doch den Wadsak

MN: Wo sind Sie gerade?

Daheim


Beruf

MN: Was sind Sie von Beruf?

Gute Frage... ich lebe jedenfalls von der / für die Musik

MN: Haben Sie an Ihrer Karriere gezielt gearbeitet, oder hat die Liebe für Ihre Arbeit zu Ihrer Karriere geführt?

Liebe & Leidenschaft

MN: Der ungerechtfertigte Erfolg eines Konkurrenten oder der eigene ungerechtfertigte Misserfolg - was ärgert Sie mehr und warum?

Solche Lappalien nehme ich nicht allzu ernst

MN: Wie viel Prozent Ihres Jobs würden Sie auch gerne ausüben, wenn Sie dafür kein Geld bekämen?

Ich übe 80% meines Jobs aus, ohne dafür Geld zu bekommen


Leben

MN: Sind Sie dort, wo Sie immer hinwollten?

Bin noch am Weg. So gesehen: Ja

MN: Haben Sie noch ein großes Ziel (welches?), oder reicht Ihnen Ihr momentaner Status?

Mit einiger Sicherheit kann ich sagen, dass ich bin. Vielleicht werde ich ja noch

MN: Sind Sie eher glücklich oder eher unglücklich?

Beides ... je nach Anlass

MN: Haben Sie manchmal das Gefühl, Sie müssten sich für Ihr Glück rechtfertigen? (Warum?)

Ich bemühe mich um ein ausgeglichenes Karma-Konto. So gesehen fällt mir genau das Maß an Glück zu, das mir entspricht.

MN: Wenn alles gerade gut läuft in Ihrem Leben, haben sie dann Angst, dass Sie etwas davon verlieren könnten, oder genießen Sie Ihr Glück, egal, was danach kommen mag? Waren Sie schon immer so?

Angst ist eine destruktive Kraft, der ich möglichst wenig Raum zu geben versuche

MN: Wenn Sie etwas wissen, was wenige Menschen wissen und was auf Ihre Bildung hinweist, müssen Sie das dann den Menschen unbedingt mitteilen?

Wenn ich einmal in die Promi-Millionenshow eingeladen werden sollte: Ja

MN: Haben Sie jemals in der Schule nicht aufgezeigt, obwohl Sie die Antwort wussten?

Ich weiß die Antwort auf diese Frage nicht

MN: Haben Sie in der Schule irgendetwas für Ihr Leben gelernt? Was?

Lesen & Schreiben

MN: Wenn Ihr Leben verfilmt würde, wie wäre der Titel dieses Films und wen wünschen Sie sich in der Hauptrolle?

"Schmierfilm", Hauptrolle: Jeff Bridges

MN: Was macht Sie trauriger? Träume, die noch immer unerfüllt sind, oder Träume, die vor langer Zeit schon in Erfüllung gegangen sind?

Was sollte mich daran traurig machen?

MN: Wovor haben Sie mehr Angst: Vor dem Vorgang des Sterbens oder vor der Tatsache, dass sie danach tot sind? Warum?

Wenn der Vorgang mit schwerer Krankheit und Siechtum verbunden wäre, ... davor hätte ich tatsächlich Angst

MN: Fürchten Sie sich manchmal vor Dingen mehr als notwendig? Hätten Sie gerne ihre Ängste mehr unter Kontrolle?

Ich fürchte mich weniger vor Dingen als vor Menschen


Philosophie

MN: Aus irgendeinem Grund (die gute Fee) müssen Sie sich zwischen diesen beiden Lebensweisen entscheiden: 1) Sie werden steinreich (mehrere Milliarden Euro) und bleiben sterblich. 2) Sie müssen mit 700 Euro im Monat auskommen und werden unsterblich. Wie entscheiden Sie sich und warum?

Eindeutig für Punkt 1. Unsterblichkeit hat mir schon als Ministrant Unbehagen verursacht. Die Ewigkeit ist mir bis heute schwer suspekt

MN: Besitzt der Mensch einen freien Willen? Was führen Sie als Beweis an?

Ich hätte diesen Fragebogen ja nicht ausfüllen müssen

MN: Glauben Sie, dass Gott, oder eine andere Instanz, Sie lenkt, oder dass Sie Ihr Schicksal selbst gestalten?

Ich glaube an den großen Kontext, dass alles und jeder von uns ein Teil davon ist, dass alles in irgendeiner Form zusammenhängt

MN: Haben Sie manchmal davor Angst, dass Sie sich für Ihr Handeln auf Erden irgendwann an einem anderen Ort verantworten müssen?

Das Karmagesetz besagt, dass jedes Tun eines Menschen eine Kraft in Bewegung setzt, die für den betreffenden Menschen früher oder später Folgen hat. An das Jüngste Gericht und ähnlichen Schwachsinn glaube ich nicht

MN: Ich selbst bin sehr davon beeindruckt, dass der Buddhismus als einzige Weltreligion nicht missioniert. Warum, glauben Sie, ist das so?

Weil die Menschen selber hinfinden

MN: Ihr Kind hat einen Mord begangen. Sie haben die Möglichkeit, alle Indizien verschwinden zu lassen. Würden sie das tun?

Bei kaltblütigem, berechnendem Mord: Nein

MN: Wie kommen wir der Wahrheit näher? Durch Nachdenken oder durch Nachforschen?

Weder noch


Partnerschaft

MN: Um Ihre Beziehung zu retten, würden Sie eher eine Paartherapie oder einen Romantikurlaub auf den Malediven buchen?

Nützt wahrscheinlich beides nichts, aber auf den Malediven gibt's immerhin schöne Strände

MN: Wie groß ist der Unterschied zwischen Ihrem realen Sexualleben und Ihren sexuellen Fantasien? Sehen Sie eine Chance, diesen Abstand zu verkleinern?

Nicht nötig ;-)

MN: Haben Sie schon einmal während des Sex geweint?

Nein, aber gelacht

MN: Wenn Sie die Gewissheit hätten, mit einer bestimmten Person immer guten, aufregenden, gewagten Sex haben zu können – würden sie dafür auf Ihren Führerschein verzichten und stattdessen immer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren? Wenn nicht – was wäre ein fairer Deal?

Öffentlicher Verkehr? Klingt nach einem guten Deal

MN: Wie leicht fällt es Ihnen, mit einer attraktiven Frau/mit einem attraktiven Mann zu sprechen und sich dabei nicht vorzustellen, wie es mit ihr/ihm im Bett wäre?

Muss man das?

MN: Glauben Sie, ist sich Ihr Gesprächspartner dessen bewusst?

Werde sie beim nächsten Mal fragen


Politik

MN: Halten Sie den Krieg für ein legitimes Mittel, um politische Ziele zu erreichen?

Wie sang dereinst schon Ewin Starr "War ... what is it good for? Nothing!"

MN: In wie vielen Jahren wird es die erste österreichische Bundeskanzlerin geben?

Falls die Fekter Bundeskanzlerin wird, wandere ich aus

MN: In wie vielen Jahren wird es den ersten österreichischen Bundeskanzler geben, der einen türkischen Nachnamen trägt?

Haben wir den nicht schon?

MN: Wie erklären sie sich die Tatsache, dass es in jeder Gesellschaft einen rechten Rand gibt?

Mit der Natur des Menschen


Zum Abschluss

MN: Wie spät ist es jetzt?

Später

MN: Welche Frage war Ihnen unangenehm?

Diese

MN: Welche Frage möchten Sie mir stellen?

Diese nicht

(Niavaranis Antwort folgt nicht.)

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