Michael Niavarani stellt Anna F. seine relevanten Fragen.
Allgemein
Michael Niavarani: Wie heißen Sie?
Gute Frage ... hmm ich sag mal Anna :-)
MN: Wie geht es Ihnen?
Eigentlich ganz gut
MN: Wie spät ist es?
21 Uhr 10
MN: Wie ist das Wetter?
Mein absolutes Lieblingswetter: Herbst, nicht zu warm, blauer Himmel (also vor ein paar Stunden noch), mittlerweile noch ein bisschen kühler und wahrscheinlich sternenklarer Himmel
MN: Wo sind Sie gerade?
In irgendeiner Küche
Beruf
MN: Was sind Sie von Beruf?
Köchin ; ), Musikerin, Songschreiberin, Sängerin und Labelbetreiberin meines eigenen Labels "moerdermusic"
MN: Haben Sie an Ihrer Karriere gezielt gearbeitet, oder hat die Liebe für Ihre Arbeit zu Ihrer Karriere geführt?
Beides
MN: Der ungerechtfertigte Erfolg eines Konkurrenten oder der eigene ungerechtfertigte Misserfolg - was ärgert Sie mehr und warum?
Zweiteres, weil's mich selbst betreffen würde. Ersteres kratzt mich null.
MN: Wie viel Prozent Ihres Jobs würden Sie auch gerne ausüben, wenn Sie dafür kein Geld bekämen?
Wie schon so oft, ob mit oder ohne Frühstück: 100%
Leben
MN: Sind Sie dort, wo Sie immer hinwollten?
Noch nicht, aber am Weg dorthin. "Dort" ist außerdem keine Konstante.
MN: Haben Sie noch ein großes Ziel (welches?), oder reicht Ihnen Ihr momentaner Status?
Es gibt noch einige große Ziele: internationalen Erfolg mit meiner Musik, der über unsere Suppenschüssel hinausgeht (auch wenn die Suppe lecker, lauwarm und bekömmlich ist :-)), Gesundheit, Glück und Liebe.
MN: Sind Sie eher glücklich oder eher unglücklich?
Eher glücklich
MN: Haben Sie manchmal das Gefühl, Sie müssten sich für Ihr Glück rechtfertigen? (Warum?)
Nein
MN: Wenn alles gerade gut läuft in Ihrem Leben, haben sie dann Angst, dass Sie etwas davon verlieren könnten, oder genießen Sie Ihr Glück, egal, was danach kommen mag? Waren Sie schon immer so?
Ich genieße mein Glück voll und ganz und freu mich meist auf alles, was da NOCH so kommt. Das ist Futter für meinen Ehrgeiz, und ich schmiede immer wieder neue Pläne
MN: Wenn Sie etwas wissen, was wenige Menschen wissen und was auf Ihre Bildung hinweist, müssen Sie das dann den Menschen unbedingt mitteilen?
Ja, dauernd
MN: Haben Sie jemals in der Schule nicht aufgezeigt, obwohl Sie die Antwort wussten?
Ja oft, weil's mir manchmal peinlich war, und ich manchmal schüchtern war/bin
MN: Haben Sie in der Schule irgendetwas für Ihr Leben gelernt? Was?
Nicht wirklich, außer Rechnen, Schreiben und Lesen
MN: Wenn Ihr Leben verfilmt würde, wie wäre der Titel dieses Films und wen wünschen Sie sich in der Hauptrolle?
"Mit Hirn, Fun und Annanas" - Hauptrolle: Speedy Gonzales
MN: Was macht Sie trauriger? Träume, die noch immer unerfüllt sind, oder Träume, die vor langer Zeit schon in Erfüllung gegangen sind?
Also traurig macht mich beides nicht. Aber manchmal überkommt mich ein Gefühl der Sentimentalität, wenn ich daran denke, welche Träume schon alle in Erfüllung gegangen sind.
MN: Wovor haben Sie mehr Angst: Vor dem Vorgang des Sterbens oder vor der Tatsache, dass sie danach tot sind? Warum?
Vor der Tatsache, dass ich danach tot bin, weil's unvorstellbar ist
MN: Fürchten Sie sich manchmal vor Dingen mehr als notwendig? Hätten Sie gerne ihre Ängste mehr unter Kontrolle?
Ja, ich fürchte mich z.b. vor Luftballonen (kein Scherz), weil die jederzeit und völlig unerwartet zerplatzen könnten. Außerdem denke ich manchmal viel zu viel nach und baue mir dadurch unnötige Schranken auf, und das kann ja leicht außer Kontrolle geraten! Und ja, ich hätte es gern viel besser unter Kontrolle
Philosophie
MN: Aus irgendeinem Grund (die gute Fee) müssen Sie sich zwischen diesen beiden Lebensweisen entscheiden: 1) Sie werden steinreich (mehrere Milliarden Euro) und bleiben sterblich. 2) Sie müssen mit 700 Euro im Monat auskommen und werden unsterblich. Wie entscheiden Sie sich und warum?
Eindeutig zweiteres, siehe Frage zum Tod oben. Mein Treibstoff ist nicht Geld, sondern die Liebe zur Musik, und das geht sich auch mit 700 Euro im Monat aus.
MN: Besitzt der Mensch einen freien Willen? Was führen Sie als Beweis an?
"Der Mensch kann tun was er will; er kann aber nicht wollen was er will." Arthur Schopenhauer
MN: Glauben Sie, dass Gott, oder eine andere Instanz, Sie lenkt, oder dass Sie Ihr Schicksal selbst gestalten?
Ich glaub, dass ich mein Schicksal selbst gestalte, bewusst oder unbewusst.
MN: Haben Sie manchmal davor Angst, dass Sie sich für Ihr Handeln auf Erden irgendwann an einem anderen Ort verantworten müssen?
Fragen wie diese verdränge ich grundsätzlich :-)
MN: Ich selbst bin sehr davon beeindruckt, dass der Buddhismus als einzige Weltreligion nicht missioniert. Warum, glauben Sie, ist das so?
Keine Ahnung.
MN: Ihr Kind hat einen Mord begangen. Sie haben die Möglichkeit, alle Indizien verschwinden zu lassen. Würden sie das tun?
Nein.
MN: Wie kommen wir der Wahrheit näher? Durch Nachdenken oder durch Nachforschen?
Welche Wahrheit?
Partnerschaft
MN: Um Ihre Beziehung zu retten, würden Sie eher eine Paartherapie oder einen Romantikurlaub auf den Malediven buchen?
Einen Romantikurlaub beim Psychotherapeuten auf der Alm.
MN: Wie groß ist der Unterschied zwischen Ihrem realen Sexualleben und Ihren sexuellen Fantasien? Sehen Sie eine Chance, diesen Abstand zu verkleinern?
Welchen Abstand?
MN: Haben Sie schon einmal während des Sex geweint?
Ui, das wird ja immer besser. Dein Fragenpsychogramm ist mir nimma wurscht
MN: Wenn Sie die Gewissheit hätten, mit einer bestimmten Person immer guten, aufregenden, gewagten Sex haben zu können – würden sie dafür auf Ihren Führerschein verzichten und stattdessen immer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren? Wenn nicht – was wäre ein fairer Deal?
Ja ich bin für den Hundeführerschein.
MN: Wie leicht fällt es Ihnen, mit einer attraktiven Frau/mit einem attraktiven Mann zu sprechen und sich dabei nicht vorzustellen, wie es mit ihr/ihm im Bett wäre?
Federleicht
MN: Glauben Sie, ist sich Ihr Gesprächspartner dessen bewusst?
Ist mir ehrlich gesagt schnurzegal :-)
Politik
MN: Halten Sie den Krieg für ein legitimes Mittel, um politische Ziele zu erreichen?
Ich bin gegen jede Art von Gewalt – Gewalt versursacht immer mehr Gewalt, aber löst keine Konflikte
MN: In wie vielen Jahren wird es die erste österreichische Bundeskanzlerin geben?
Möglicherweise schon bei der nächsten Wahl, falls Bambi kanditiert
MN: In wie vielen Jahren wird es den ersten österreichischen Bundeskanzler geben, der einen türkischen Nachnamen trägt?
Ist Faymann eigentlich ein türkischer Name?
MN: Wie erklären sie sich die Tatsache, dass es in jeder Gesellschaft einen rechten Rand gibt?
Ich würde sehr gerne glauben wollen, dass es nicht in jeder Gesellschaft einen rechten Rand gibt – ansonsten hat das ganze aus meiner Sicht am ehesten seine Wurzeln in der Angst, etwas zu verlieren, die offensichtlich bei einer erschreckend steigenden Zahl der Gesellschaft größer ist als die Freude, etwas gewinnen zu können, Neues zu lernen oder zu entdecken
Zum Abschluss
MN: Wie spät ist es jetzt?
Drei Wochen und 5 Stunden später
MN: Welche Frage war Ihnen unangenehm?
Wie heißen Sie?
MN: Welche Frage möchten Sie mir stellen?
Wovor fürchtet sich Michael Niavarani, wenn er mit einer attraktiven Frau im Gespräch ist?
MN: Vor ihrem Freund. Und: Wenn sie keinen hat, dann davor, die Möglichkeit zu verpassen, mit Ihr ein ganzes Leben verbringen zu können. Und: Davor, dass ich dümmer bin als sie.

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