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Niavaranis "Interview"-Gäste

Armin Assinger: "Träume machen mich nicht traurig"

08.06.2011 - 16:52
Sehr glücklich und immer ein Ziel vor Augen: Der Kärntner Moderator und Ex-Skirennläufer Armin Assinger denkt Verlustängste weg und ärgert sich über vieles nicht mehr.
© Privat

Michael Niavarani stellt Armin Assinger seine relevanten Fragen.


Allgemein

Michael Niavarani: Wie heißen Sie?

Armin Assinger

MN: Wie geht es Ihnen?

Schlecht – Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen

MN: Wie spät ist es?

10.58 Uhr

MN: Wie ist das Wetter?

Bedeckt und regnerisch

MN: Wo sind Sie gerade?

Vorm PC im Büro


Beruf

MN: Was sind Sie von Beruf?

Gelernter Skirennfahrer und Gendarm, derzeit praktizierender Moderator der "Millionenshow"

MN: Haben Sie an Ihrer Karriere gezielt gearbeitet, oder hat die Liebe für Ihre Arbeit zu Ihrer Karriere geführt?

Skirennfahrer ersteres, Moderator zufällig

MN: Der ungerechtfertigte Erfolg eines Konkurrenten oder der eigene ungerechtfertigte Misserfolg - was ärgert Sie mehr und warum?

Mich ärgert vieles nicht mehr, nur wundern tu' ich mich manchmal über gewisse Dinge, über ungerechtfertigte Erfolge eines Konkurrenten z.B. Ich selbst hatte ja noch keinen wie auch immer gearteten Misserfolg ... glaube ich

MN: Wie viel Prozent Ihres Jobs würden Sie auch gerne ausüben, wenn Sie dafür kein Geld bekämen?

83,3% plus Mehrwertsteuer


Leben

MN: Sind Sie dort, wo Sie immer hinwollten?

Nein, aber ich komme dem Ziel jeden Tag näher

MN: Haben Sie noch ein großes Ziel (welches?), oder reicht Ihnen Ihr momentaner Status?

Ziele gibt es immer, die Frage ist, ob sie realisierbar sind oder nicht.

MN: Sind Sie eher glücklich oder eher unglücklich?

Sehr glücklich

MN: Haben Sie manchmal das Gefühl, Sie müssten sich für Ihr Glück rechtfertigen? (Warum?)

Jetzt nicht mehr!

MN: Wenn alles gerade gut läuft in Ihrem Leben, haben sie dann Angst, dass Sie etwas davon verlieren könnten, oder genießen Sie Ihr Glück, egal, was danach kommen mag? Waren Sie schon immer so?

Manchmal tauchen Verlustängste auf, die ich dann aber wegdenke. Dann kann ich den Moment perfekt genießen.

MN: Wenn Sie etwas wissen, was wenige Menschen wissen und was auf Ihre Bildung hinweist, müssen Sie das dann den Menschen unbedingt mitteilen?

Nur gegenüber Familienmitgliedern, Freunden und allen anderen – sonst aber niemandem.

MN: Haben Sie jemals in der Schule nicht aufgezeigt, obwohl Sie die Antwort wussten?

Ja.

MN: Haben Sie in der Schule irgendetwas für Ihr Leben gelernt? Was?

Ich habe gelernt, dass ich viel gelernt habe, um meinen Kindern beim Lernen und bei den Hausübungen helfen zu können.

MN: Wenn Ihr Leben verfilmt würde, wie wäre der Titel dieses Films und wen wünschen Sie sich in der Hauptrolle?

Mein Leben wird nicht verfilmt! Wozu auch?

MN: Was macht Sie trauriger? Träume, die noch immer unerfüllt sind, oder Träume, die vor langer Zeit schon in Erfüllung gegangen sind?

Träume, unerfüllt oder nicht, machen mich nicht traurig.

MN: Wovor haben Sie mehr Angst: Vor dem Vorgang des Sterbens oder vor der Tatsache, dass sie danach tot sind? Warum?

Ich beschäftige mich noch nicht mit diesen Gedanken. Da mache ich erst ab meinem 90. Geburtstag!

MN: Fürchten Sie sich manchmal vor Dingen mehr als notwendig? Hätten Sie gerne ihre Ängste mehr unter Kontrolle?

Doppelnein.


Philosophie

MN: Aus irgendeinem Grund (die gute Fee) müssen Sie sich zwischen diesen beiden Lebensweisen entscheiden: 1) Sie werden steinreich (mehrere Milliarden Euro) und bleiben sterblich. 2) Sie müssen mit 700 Euro im Monat auskommen und werden unsterblich. Wie entscheiden Sie sich und warum?

Ich nehme Option 1 und schenk es her! Pfeif' drauf!

MN: Besitzt der Mensch einen freien Willen? Was führen Sie als Beweis an?

Mein freier Wille gestattet mir jetzt, darauf nicht zu antworten, auch weil mir dieser Umstand egal ist.

MN: Glauben Sie, dass Gott, oder eine andere Instanz, Sie lenkt, oder dass Sie Ihr Schicksal selbst gestalten?

Gott lenkt, der Mensch denkt. Ich glaube.

MN: Haben Sie manchmal davor Angst, dass Sie sich für Ihr Handeln auf Erden irgendwann an einem anderen Ort verantworten müssen?

Nein, keine Angst; ja, verantworten schon.

MN: Ich selbst bin sehr davon beeindruckt, dass der Buddhismus als einzige Weltreligion nicht missioniert. Warum, glauben Sie, ist das so?

Das beeindruckt mich auch schon lange. Warum das so ist, weiß ich nicht.

MN: Ihr Kind hat einen Mord begangen. Sie haben die Möglichkeit, alle Indizien verschwinden zu lassen. Würden sie das tun?

Nein, weil dann immer noch die Beweise vorhanden wären. Und die zählen mehr als Indizien!

MN: Wie kommen wir der Wahrheit näher? Durch Nachdenken oder durch Nachforschen?

Zuerst denken wir, dann forschen wir.


Partnerschaft

MN: Um Ihre Beziehung zu retten, würden Sie eher eine Paartherapie oder einen Romantikurlaub auf den Malediven buchen?

Paartherapie in einsamer und tiefverschneiter Skihütte.

MN: Wie groß ist der Unterschied zwischen Ihrem realen Sexualleben und Ihren sexuellen Fantasien? Sehen Sie eine Chance, diesen Abstand zu verkleinern?

Eine Chance gibt es immer!

MN: Haben Sie schon einmal während des Sex geweint?

Ja, ja – die Zwiebeln.

MN: Wenn Sie die Gewissheit hätten, mit einer bestimmten Person immer guten, aufregenden, gewagten Sex haben zu können – würden sie dafür auf Ihren Führerschein verzichten und stattdessen immer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren? Wenn nicht – was wäre ein fairer Deal?

Ich würde ab sofort auf's Häkeln verzichten – und auf das Stricken auch. Das wäre fair.

MN: Wie leicht fällt es Ihnen, mit einer attraktiven Frau/mit einem attraktiven Mann zu sprechen und sich dabei nicht vorzustellen, wie es mit ihr/ihm im Bett wäre?

Das fällt mir sehr leicht. Bei einem Mann. Zumindest.

MN: Glauben Sie, ist sich Ihr Gesprächspartner dessen bewusst?

Wenn er ein Mann ist – ja!


Politik

MN: Halten Sie den Krieg für ein legitimes Mittel, um politische Ziele zu erreichen?

Nein.

MN: In wie vielen Jahren wird es die erste österreichische Bundeskanzlerin geben?

10

MN: In wie vielen Jahren wird es den ersten österreichischen Bundeskanzler geben, der einen türkischen Nachnamen trägt?

80

MN: Wie erklären Sie sich die Tatsache, dass es in jeder Gesellschaft einen rechten Rand gibt?

Weil es auch eine linken Rand gibt.


Zum Abschluss

MN: Wie spät ist es jetzt?

11.40

MN: Welche Frage war Ihnen unangenehm?

Philosophie 6

MN: Welche Frage möchten Sie mir stellen?

Za wos des Gonze?

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