Quelle: ZAMG

82 Prozent halten Rettungsgasse für sinnvoll

19.12.2012 - 13:27
Mitunter klappt die Bildung ganz gut© APAMitunter klappt die Bildung ganz gut

Jahrelang haben Blaulichtorganisationen für die Einführung der Rettungsgasse in Österreich gekämpft. Seit 1. Jänner 2012 ist sie in Kraft. Die Bilanz nach einem Jahr: 82 Prozent der Österreicher halten die Rettungsgasse für sinnvoll. Die Umsetzung stellt Autofahrer aber auch nach knapp zwölf Monaten noch vor Probleme: 30 Prozent geben an, dass die Bildung schlecht oder sehr schlecht funktioniert.

Das sind die Ergebnisse einer vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) im Auftrag des Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds (VSF) durchgeführten Evaluierung zu Bekanntheit und Akzeptanz. In drei Erhebungen wurden jeweils 1.000 Kfz-Lenker vom Institut Triconsult telefonisch befragt. Vorgestellt wurden die Ergebnisse am Mittwoch in Wien. "Rettungsgasse" ist auch das Wort des Jahres 2012. Das zeige, dass es sich dabei um ein "hochemotionales Thema handelt" mit "vielen, vielen Meinungen", sagte Othmar Thann, Geschäftsführer des KFV. "Sie funktioniert auch immer besser", ergänzte Asfinag-Vorstand Alois Schedl.

Konkrete Zahlen, inwiefern die Bildung funktioniert bzw. ein "Vorher-Nachher-Vergleich" gibt es noch nicht. Daten zur Effizienz sollen laut Thann im Herbst 2013 vorliegen, dann sollen "Beobachtungsprotokolle der Einsatzorganisationen" ausgewertet sein.

"Noch nicht am Ziel", kein "Flop", aber noch lange nicht "Top": So lautet das Fazit der beiden Autofahrerclubs knapp ein Jahr nach Einführung der Rettungsgasse. Dennoch ist sie eine "wesentliche Erleichterung für Einsatzkräfte" und der "richtige Weg", resümierte der ÖAMTC. "Die ein Jahr alte Rettungsgasse ist eine gravierende Änderung von jahrzehntelangen Gewohnheiten. Deshalb muss man nun schauen, wo es hackt und nachbessern", so Lydia Ninz, Generalsekretärin des ARBÖ.

Laut ARBÖ funktioniert die Rettungsgasse überall dort , wo die Situation eindeutig ist. Gründe für die Probleme ortete der ÖAMTC in fehlendem Wissen, aber auch Unsicherheiten, beispielsweise zu Fragen wie: Ab welchem Zeitpunkt eine Rettungsgasse zu bilden ist oder wie man sich auf Stadtautobahnen und bei Auf- und Abfahrten verhalten muss.

(APA)

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