Quelle: ZAMG

60 km lange "Geisterfahrt" auf A2 in NÖ

21.11.2012 - 15:45

Auf Hochtouren ist am Mittwoch die Fahndung nach einem Autolenker gelaufen, der am späten Dienstagabend über etwa 60 Kilometer als Geisterfahrer auf der Südautobahn (A2) in Niederösterreich unterwegs war. Versuche, den Wagen anzuhalten, der auf der Richtungsfahrbahn Graz nach Wien fuhr, schlugen fehl. Bei einem Unfall wurden zwei junge Männer verletzt, berichtete die Landespolizeidirektion.

Das Kennzeichen des Autos, das laut Landesverkehrsabteilung NÖ im Nebel mit 150 bis 160 km/h auf der falschen Richtungsfahrbahn unterwegs war und erst in Wiener Neudorf (Bezirk Mödling) von der A2 abfuhr, ist bekannt. Zulassungsbesitzer ist ein Niederösterreicher. Von ihm fehlte vorerst jede Spur.

Bei dem durch die "Geisterfahrt" verursachten Unfall wurden ein 27- und ein 26-Jähriger, die zusammen im selben Pkw saßen, verletzt. Laut Polizei hatte der 27-Jährige am Steuer des Autos während eines Überholvorganges bei Scheiblingkirchen (Straßenkilometer 62,2) den entgegenkommenden Wagen bemerkt. Um einem Zusammenstoß zu entgehen, verriss er seinen Pkw auf den ersten Fahrstreifen. Dabei musste er auch einen Aufprall auf das vor ihm fahrende Auto vermeiden. Das Fahrzeug geriet in der Folge ins Schleudern, stieß gegen die Mittelbetonwand und kam auf dem Pannenstreifen zum Stillstand.

Die ersten Notrufe wegen der "Geisterfahrt" hatte es für den Abschnitt zwischen Grimmenstein und Seebenstein gegeben. Der Lenker dürfte nach Einschätzung der Landesverkehrsabteilung NÖ in Grimmenstein auf die falsche Richtungsfahrbahn der A2 aufgefahren sein. Dass es nicht mehrere Unfälle gegeben habe, führte Willy Konrath, stellvertretender Leiter der Landesverkehrsabteilung NÖ, auf "Schutzengel" und darauf zurück, dass Streifen den entgegenkommenden Verkehr auf 30 km/h "heruntergebremst" und zur Seite abgeleitet hätten. Drei Anhalteversuche u.a. mit Blaulicht und Folgetonhorn seien gescheitert.

(APA)

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