Quelle: ZAMG

Früher Schneefall "überraschte" Autofahrer

29.10.2012 - 14:48
In Altaussee von Fahrbahn abgekommener LKW© APA (LPD Steiermark)In Altaussee von Fahrbahn abgekommener LKW

Der frühe Schneefall in diesem Jahr hat auch am Montag wieder zahlreiche Autofahrer in ganz Österreich "überrascht": Im ganzen Land waren viele Lenker ohne Winterreifen unterwegs. Mehrere daraus resultierende Ausrutscher endeten meist glimpflich. Es bildeten sich aber zahlreiche Staus, beim Autobahnknoten Linz etwa betrug die Blechkolonne rund zehn Kilometer. In Wien blieb das Chaos aus.

Im südlichen Kärnten waren in den frühen Morgenstunden rund 6.000 Haushalte ohne Strom. Grund dafür waren auf Leitungen gefallene Bäume. Bis zum Abend rechnet die Kelag mit dem vollständigen Herstellen der Versorgung. In der Gemeinde Himmelberg stürzten drei Bäume auf einen Pkw. Der 36 Jahre alte Lenker blieb unverletzt, am Fahrzeug entstand Totalschaden.

Im obersteirischen Altaussee kam ein mit 25 Tonnen Gipskartonplatten beladener Sattelschlepper von der schneeglatten Fahrbahn ab. Die aufwendige Berge-Aktion dauerte die halbe Nacht. Verletzt wurde niemand.

In Salzburg war einmal mehr die Tauernautobahn A10 betroffen, wo sich im Bereich des Nordportals während der Nacht sechs Verkehrsunfälle mit zwei Verletzten und erheblichem Sachschaden ereigneten. Für die Großglockner Hochalpenstraße wurde die endgültige Wintersperre ausgerufen.

Der Wintereinbruch beschäftigte auch die Vorarlberger Einsatzkräfte: Der ÖAMTC zählte am Wochenende und am Montag rund 600 Pannenhilfe-Einsätze. Die Feuerwehren mussten mehrfach ausrücken, um vom Schnee geknickte Bäume von den Straßen zu räumen.

In Niederösterreich gab es bis zu 20 Zentimeter Neuschnee. Die Asfinag stand imit etwa 100 Pflügen und Streufahrzeugen im Einsatz. Aufgrund noch fehlender Winterbereifung blieben vor allem auf dem Wechsel auf der Südautobahn einige Fahrzeuge hängen.

Kaum Verkehrsprobleme gab es in Tirol. Die Autobahnen waren salznass, gesperrt waren die Silvretta-Hochalpenstraße, das Timmelsjoch und in Südtirol das Stilfserjoch. Wenige Einsätze gab es auch auf burgenländischen Straßen.

(APA)

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