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Mangelndes Detailwissen über die Rettungsgasse

29.12.2011 - 11:56
Ab 1. Jänner 2012 tritt die Rettungsgasse in Kraft© APA (dpa)Ab 1. Jänner 2012 tritt die Rettungsgasse in Kraft

In drei Tagen, am 1. Jänner 2012, tritt die Rettungsgasse in Kraft. Drei von vier Österreichern sind einer aktuellen Oekonsult-Umfrage zufolge ausreichend bis ausgezeichnet darüber informiert, genauso viele haben davon bereits gehört oder gelesen.

Mit dem Detailwissen haperte es bei den 1.121 bundesweit persönlich Befragten noch ein wenig: So wissen die wenigsten, dass die Rettungsgasse nicht erst bei einem Unfall, sondern bereits bei Überlastungsstaus gebildet werden muss. Lediglich 31,9 Prozent konnten die Frage, wann die Rettungsgasse gebildet werden muss, richtig beantworten - nämlich "generell bei stockendem Verkehr". Fast zwei Drittel der Interviewteilnehmer glauben, dass für eine Rettungsgasse erst bei einem Unfall Platz gemacht werden muss.

Drei Viertel (74,7 Prozent) der Befragten wissen, was eine Rettungsgasse ist (freibleibende Fahrspur auf Autobahnen und Schnellstraßen, Anm.). Mehr als die Hälfte der Befragten hat das Prinzip der Rettungsgasse verstanden. Dass die Lenker bei zweispurigen Fahrbahnen nach rechts oder links ausweichen und bei mehrspurigen Fahrbahnen zwischen dem ganz linken und den daneben liegenden rechten Fahrstreifen Platz machen müssen, konnte lediglich jeder fünfte Umfrageteilnehmer richtig beantworten. Zwei Drittel wussten, dass der Pannenstreifen dabei befahren werden darf.

Fast ein Drittel der Befragten täuschte auf die Frage, auf welchen Straßen die Rettungsgasse gebildet werden müsse (ausschließlich auf allen mit blauen Hinweistafeln gekennzeichneten Autobahnen und Schnellstraßen, Anm.), Sachkenntnisse vor. Etwas mehr als 30 Prozent gaben an, es zu wissen und sagten voller Überzeugung "auf allen Straßen", obwohl es nicht stimmt, sagte Oekonsult-Chef Joshi M.A. Schillhab. Lediglich 27,3 Prozent wussten die korrekte Antwort.

"Echte Sachkenntnis ist weniger gegeben, viele verlassen sich eher darauf, das zu tun, was die anderen machen", meinte Schillhab. Immerhin gaben fast 90 Prozent der Befragten an, dass sie einfach dem Beispiel anderer Autofahrer folgen wollen und somit völlig richtig die vorgeschriebene Rettungsgasse bilden werden.

Obwohl ab 1. Jänner bei Nichtbeachtung des Gesetzes gestraft wird, glaubt fast jeder zweite Befragte (47,5 Prozent), dass es eine Übergangsfrist oder Toleranzzeiträume gibt. "Die Leute denken, es wird schon nicht so scharf geschossen werden", sagte Schillhab.

Nahezu jeder Befragte wusste über den eigentlichen Nutzen der Rettungsgasse Bescheid: Dass Einsatzkräfte dadurch schneller zum Unfallort gelangen und Verletzte schneller versorgen können.

Die Infos über die Rettungsgasse bezogen 19,5 Prozent aus Tageszeitungen, 19,1 Prozent aus dem Fernsehen und 18,3 Prozent aus dem persönlichen Umfeld. Die Befragung wurde von 14. bis 26. Dezember 2011 durchgeführt. Die Probanden waren zwischen 17 und 77 Jahre alt.

INFO: http://www.rettungsgasse.com

(APA)

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