Mit dem Antara hat Opel seit 2006 ein SUV im Programm, das Kapitel der Geländewagen schlug der Hersteller aber bereits 1991 auf: mit dem Frontera. Wohl weil die Entwicklung von Geländegängern bis dato nicht die Spezialität der Rüsselsheimer war, baute man den Frontera mit Lizenz nach. Vorbild waren Fahrzeuge des japanischen Herstellers Isuzu.
Bei den Gebrauchten trennt sich die Spreu vom Weizen. Denn während ältere Modelle mit vielen Mängeln zu kämpfen haben, befindet der ADAC: "Neuere Modelle sind ausgereift." In der Pannenstatistik des Automobilclubs ist der Frontera mit Motorschäden durch überhitzte Zylinderkopfdichtungen präsent, davon betroffen sind vor allem die älteren Turbodieselmotoren mit 2,3 Litern Hubraum. Zudem verzeichnet der ADAC Undichtigkeiten im Kühlsystem, Risse im Auspuffkrümmer und die Neigung der Luftmengenmesser, bei Kälte einzufrieren. Bei Dieseln von 1997 und 1998 streikten vergleichsweise häufig die Heizungswärmetauscher.
Die erste Modellpflege nach der Markteinführung brachte 1995 andere Motoren und eine verbesserte Federung für den Wagen mit dem starr zuschaltbaren Allradantrieb. Drei Jahre später kam die zweite Auflage, der Frontera B, in den Handel, die 2001 unter anderem mit Scheinwerfern in Klarglasoptik noch einmal der Mode angepasst wurde, bevor 2003 der letzte Frontera für das Modelljahr 2004 von Band lief.
Motorenseitig machte Opel beim Frontera einen kleinen Spagat: Ein Vierzylinder-Benziner mit 85 kW/115 PS war ebenso im Angebot wie ein großer Sechszylinder mit 3,2 Liter Hubraum und 151 kW/205 PS. An Dieseln wurde ab dem Baujahr 2000 ein 2,2-Liter-Motor in zwei Leistungsstufen mit 85 kW/115 PS und 88 kW/120 PS angeboten.
(APA/dpa)

24.6°C
19.4°C
22.9°C
18.3°C

