Quelle: ZAMG

Red Bull bleibt in der Formel 1

13.11.2015 - 10:00
Red-Bull-Teamchef Christian Horner bestätigt, dass die Bullen auch 2016 in der Königsklasse fahren werden. Die Entscheidung über den Motor soll bis zum Saisonfinale bekanntgegeben werden.
Red Bull auch 2016 in der F1© gepaRed Bull auch 2016 in der F1

Ein deutliches Aufatmen war am Donnerstag im Formel-1-Fahrerlager im Vorfeld des Brasilien-Grand-Prix zu vernehmen. Speziell die beiden Piloten Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat können sich nun auch im kommenden Jahr eines Formel-1 Cockpits sicher sein.

Denn Teamchef Christian Horner bestätigt, dass Red Bull allen Drohungen wegen eines bis dato fehlenden Motorenlieferanten für die kommenden Saison zum Trotz, in der Saison 2016 weiterhin in der Formel 1 vertreten sein wird. Gegenüber der BBC meinte er gestern: „Wir haben uns verpflichtet, im kommenden Jahr und in der Zukunft in der Formel 1 zu bleiben."

Weiterhin ein Geheimnis bleibt vorerst, mit V6-Hybridmotoren konkret welchen Motorenherstellers die Bullen im kommenden Jahr ihre Runden drehen werden. Offenbar dürfte es jetzt aber einen belastbaren Plan geben. „Wir haben alle Möglichkeiten in Betracht gezogen und haben uns auf einen entsprechenden Schluss eingestellt. Das wird uns die Möglichkeit geben, nächstes Jahr weiterzumachen", zeigt sich Horner zuversichtlich.

Motorsport-Experten halten eine „Inkognito-Belieferung" durch Renault für am wahrscheinlichsten. Angeblich soll aber auch ein Ferrari-Angebot für 2015er Triebwerke vorliegen. Klarerweise wären beide Varianten nur als Übergangslösung geeignet. Einen Komplettausstieg aus der Formel 1 will offenbar bei Red Bull aber auch niemand.

Nach wie vor ist der Ärger bei Horner über Absagen von Mercedes und Honda groß: „Klar ist, dass mit den Sportbehörden, die einen kosteneffizienten Motor wollen, ein Konflikt schwelt. Dann gibt es Hersteller, die bestimmte Teams nicht beliefern wollen", heizt Horner die Diskussion gegenüber der FIA weiter an. „Im Reglement verpflichtet sie nichts, das zu tun. Jetzt wird klar, dass etwas getan werden muss, um die Zukunft des Sports zu sichern", so Horner weiter.

Gerüchteweise soll Red Bull intensiv über die Entwicklung eigener Motoren nachdenken, bei den Bullen schweigt man aber zu solchen Fragen.

Der taktische Krimi muss aber bald ein Ende finden – wie es derzeit aussieht, ein gutes. Wann die Entscheidung veröffentlicht werden soll, lässt Horner aber offen. „In Melbourne", scherzte Horner gestern in Brasilien und ergänzte: „Ich hoffe, bis zum Ende der Saison. Es muss noch viel passieren und die Situationen verändern sich nicht täglich, sondern beinahe stündlich."

(relevant Redaktion)

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