Quelle: ZAMG

Auch China will gegen VW vorgehen

12.10.2015 - 10:04
Dem ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn droht in den nächsten Tagen der Verlust all seiner restlichen Ämter. Derweil braut sich zusätzlicher Ärger in China zusammen.
Probleme für VW auch in China© dpaProbleme für VW auch in China

Die Abgas-Affäre könnte dem ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn nun auch übrigen Ämter im VW-Konzern kosten. Nach Angaben mehrerer deutscher Medien soll er in den nächsten Tagen sämtliche Funktionen beim Wolfsburger Konzern verlieren. Nach seinem Rücktritt als CEO von Wolfswagen, ist er derzeit noch Aufsichtsratschef bei Audi, bei der VW-LKW-Tochter und bei Porsche. Auch ist er nach wie Vorstandsvorsitzender der Porsche SE Holding, der einflussreichen Finanz-Gesellschaft der Eigentümerfamilien Porsche und Piëch, in der ihre Anteile an der Volkswagen AG gebündelt sind.
Nach Behörden in den USA und mit Verzögerung auch in Europa, planen wegen des Abgas-Skandals mittlerweile auch chinesischen Behörden konkrete Schritte gegen VW. Am Montag zeigte sich die Qualitätsaufsicht AQSIQ „höchst besorgt“ über die Software in VW-Dieselautos, die Abgaswerte bei Tests manipuliert hat. AQSIQ kündigte konkrete geeignete Maßnahmen an, ohne entsprechende Vorhaben zu konkretisieren.
Demnach muss Volkswagen laut AQSIQ mindestens 1950 importierte Fahrzeuge in China zurückrufen. Vorerst seien davon nur Fahrzeuge des Typs Tiguan betroffen. Wie das chinesische Umweltministerium bekanntgab, sollen aber Untersuchungen an sämtlichen VW-Fahrzeugen behördlich vorgenommen werden. Details zu entsprechenden Tests sind wohl aber erst in einigen Wochen oder Monaten zu erwarten.

(relevant Redaktion)

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