Quelle: ZAMG

Red Bull: löst Gerhard Berger Teamcherf Christian Horner ab?

24.06.2015 - 09:39
Englische Medien spekulieren über eine angeblich bevorstehende Ablöse von Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Gerhard Berger soll seinen Job übernehmen.
Muss Christian Horner gehen?© gepaMuss Christian Horner gehen?

Wie bereits im letzten Jahr, fährt das erfolgsverwöhnte Formel1-Team von Red Bull auch 2015 den anderen Boliden hinterher. So auch vergangenes Wochenende, als die beiden „Bullen-Piloten“ nicht über die Ränge zehn und zwölf beim Heim-Grand-Prix in Spielberg hinauskamen.

Entsprechend steigt die Kritik am Hauptverantwortlichen des Teams: Christian Horner. Gerüchte machten am Wochenende im Fahrerlager und in den Tagen danach in englischen Medien die Runde, wonach Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz langsam die Geduld verlieren würde. Der englische „Telegraph" wie auch die „Times" meinen bereits seinen Nachfolger zu kennen: Gerhard Berger soll demnach den Teamchef-Posten von Horner übernehmen.

Red Bull: „Das ist alles  absoluter Unfug“

Doch Helmut Marko, Motorsport-Chef von Red Bull, dementierte umgehend: „Das ist alles  absoluter Unfug. Wer auch immer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, es stimmt einfach nicht und ist völlig aus der Luft gegriffen". Angeheizt sollen die Gerüchte von Gerhard Berger selbst worden sein, der offenbar wieder Lust verspürt, in der Formel1 mitzuwirken. Berger gilt als Freund und Vertrauter von Red-Bull-Teambesitzer Mateschitz. Von 2006 bis 2008 teilten sich Berger und Mateschitz die Gesellschaftsanteile von Red Bulls Juniorteam Toro Rosso.

Christian Horner zeigte sich eigenen Angaben zufolge „geschockt" und meint: „Ich habe keine Ahnung gehabt, dass so über mich gesprochen wird". Der 41-jährige Brite, der erst kürzlich das ehemalige Spice Girl Geri Halliwell geheiratet hat, stelle aber klar: „Ich habe einen langfristigen Vertrag. Am Samstag habe ich mich mit Dietrich Mateschitz zum Essen getroffen und wir haben lange miteinander geredet. Wir durchleben gerade eine schwierige Situation, das weiß ich. Aber wir arbeiten hart daran und es ist meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass sich die Situation wieder bessert."

Motosport-Experten sehen die Verantwortung der schwachen Performance des Red-Bull-Teams auch nicht unbedingt bei Christian Horner. Nach vier WM-Titeln in Serie mit überlegenen Renault-Motoren, ist der französische Antrieb derzeit nicht konkurrenzfähig. Red Bull hat sich aber langfristig vertraglich an die Motoren von Renault gebunden. 

(relevant Redaktion)

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