Quelle: ZAMG

Frust von Alonsos über McLaren-Honda vor Explosion

09.06.2015 - 12:33
Alonso hat spekuliert und verloren – danach sieht es zumindest derzeit aus. Seinen Vertrag bei Ferrari zu kündigen und zu McLaren-Honda zu wechseln, bereitet ihm nur Frust.
Fernando Alonso ist frustriert© McLarenFernando Alonso ist frustriert

Allen Beteiligten und damit auch Fernando Alonso muss klar gewesen sein, dass die Rolle als Aufbauhelfer für die Rückkehr von Honda in die Formel1 nicht sofort von Erfolg gekrönt sein würde. Doch die Ergebnisse des ersten Saisondrittels sind desaströsen und peinlich und verletzen zusehends die bekannt eitle Rennfahrer-Ehre des Spaniers. „Ich sehe ja aus wie ein Amateur", hörte die ganze Welt ihn beim Grand Prix in Kanada am Wochenende über den Boxenfunk schimpfen.

Doch nicht nur der 33-Jährige ist gefrustet, auch McLaren-Rennleiter Eric Boullier zeigt sich zunehmend genervt. Dem Honda-Motor fehlen angeblich mehr als 75 PS auf den Mercedes-Antrieb. Doch die Honda-Motoren sind nicht nur langsam sondern zeigen auch eine katastrophale Defektrate. So kam Alonso zuletzt dreimal nicht ins Ziel und beim Teamkollegen Jenson Button musste in den bisher sieben Rennen schon fünfmal der Motor getauscht werden. Erlaubt sind allerdings nur vier Motorenwechsel und zwar pro Saison.

Gewohnt professionell und diplomatisch beantwortet Teamkollege Jenson Button Fragen zur schwachen Performance von McLaren: „Es ist gerecht zu sagen, wir haben bis auf Monaco bisher eine schlimme Saison."

„Wir müssen jetzt ein paar Dinge in Ordnung bringen", mahnte hingegen sehr deutlich Alonso und ergänzt: „Wir müssen härter denn je arbeiten, weil wir diese Situation mehr denn je ändern wollen." Und McLaren-Manager Boullier erhöht ebenfalls vor dem nächsten Rennen am Red Bull Ring in Spielberg den Druck auf Partner Honda. „Wir reden immer wieder über die Probleme, ich hoffe sie hören noch besser zu", zeigte sich Boullier genervt.

Den Plan, bereits im nächsten Jahr wie in alten Zeiten wieder um Siege mitfahren zu können, hat man bei McLaren längst verworfen. Die Formel1 wie in den späten 80-er und frühen 90-er Jahren mit Piloten wie Ayrton Senna und Alain Prost wieder zu beherrschen, erscheint derzeit komplett irreal. „Ich hoffe, wir haben unsere Lektionen gelernt", hofft derweilen Alonso.

(relevant Redaktion)

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