Quelle: ZAMG

Lauda fordert geile 1.200-PS-Autos für die Formel 1

23.01.2015 - 09:32
Niki Lauda will endlich wieder ordentliche Rennautos in der Formel-1 fahren lassen anstatt sie immer mehr zu drosseln und zu beschränken.
Niki Lauda über die Formel 1© APA (Georg Hochmuth)Niki Lauda über die Formel 1

Gedanken über die an Zuschauerschwund leidende Formel-1 macht sich der dreimalige Weltmeister und Aufsichtsratschef des Mercedes AMG Formel-1-Teams Niki Lauda. In einem Interview mit den „Salzburger Nachrichten“ wünscht er sich „ein futuristisches Auto, das für mindestens fünf Jahre einen wirklich 'geilen' Eindruck macht: 1200 PS, breite Reifen, eine Aerodynamik, die eine steil ansteigende Leistungskurve ermöglicht, einfach um einen Sport wie früher zu bieten."

Mittlerweile sei es viel zu leicht, einen Formel-1-Rennwagen zu steuern, legt Lauda nach. „Derzeit erlaubt die Technik, jedem jungen Formel-3- oder GP2-Fahrer, auf Anhieb gleich schnell wie die Spitze zu sein, ohne viel Risiko eingehen zu müssen", ergänz die Formel-1-Ikone. „Früher haben sich die Jungen am Anfang wegen der Leistung, Anpressdruck usw. fast in die Hosen gemacht und gewusst, was bei einem Abflug bei 300 passieren kann. Heute fährst du einen Formel-1- fast wie einen Straßenwagen", kommentiert der Sieger von 25 Formel-1-Rennen und dreifache Weltmeister.

„Wenn wir so weitermachen, wird die Tendenz zu allgemeinem Desinteresse an der Formel 1 noch verstärkt", sieht Lauda die Zukunft der Formel-1 sehr realistisch, die seit Jahren speziell beim jungen Publikum immer weniger Interesse weckt. Ob der 65-Jährige aber damit wirklich eine ernsthafte Diskussion über die Zukunft der Motorsport-Königsklasse anstoßen kann, muss bezweifelt werden, hat diese doch mit diversen Reglement-Änderungen und der Formel-E längst den Weg zum braven, möglichst lautlosen und emissionsarmen Kreisfahren für Möchtegern-Weltretter eingeschlagen.

Link zum SN-Interview.

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