Quelle: ZAMG

Fahrbericht: der BMW i8 im Test von relevant.at

14.01.2015 - 14:17
Mit dem neuen i8, einem 362 PS starken Hybrid-Motor und einem futuristischem Design aus leichten Carbon-Kunststoff-Aluminium-Materialen, möchte BMW ein neues Sportwagenzeitalter einleiten.
BMW i8© bmw.comBMW i8

Die von BMW für ihren neuen Hybrid-Sportwagen, den BMW i8, vergeben Adjektive, sagen bereits fast alles über die Ambitionen der Autobauer aus München aus: visionär, revolutionär und nachhaltig soll er sein. Doch kann ein nachhaltiges Auto tatsächlich echte Sportwagenfans begeistern?

relevant.at hat den neuen i8 getestet - unser Fazit: echte Sportwagenfans werden sich schwer mit ihm tun. Wer auf den brachialen Sound von Ferrari, Lamborghini, Maserati oder Aston Martin steht, wird vom i8 logischerweise enttäuscht sein. Porsche-Fahrer könnte er zumindest zum Nachdenken anregen. Denn nach dem Betätigen des Starknopfes und auch beim Wegfahren ist der i8 erstmal still und leise und nichts von seiner Power zu bemerken - zumindest nicht zu hören.

Angetrieben wird der i8 von einem 130 PS (96 kW) starken Elektromotor mit Hybrid-Synchron-Technik. Gibt man mehr Gas, schaltet sich ein langhubig ausgelegter 1,5-Liter-Dreizyllinderbenzinmotor mit 231 PS (170 kW) dazu, was bei Bedarf ein 362-PS-Hybrid-Feuerwerk ergibt.

Das Fahrverhalten auf der Straße des nur rund 1.500 Kilogramm schweren i8 glänzt mit dynamischer Abstimmung, wie man es von einem sportlichen BMW erwarten darf. Dass BMW davon etwas versteht, beweisen die Münchner seit vielen Jahren in ihren M-Modellen. Doch auch beim Fahrverhalten zeigt sich, dass der i8 eben kein „richtiger“ Sportwagen ist.

Doch für die Rennstrecke ist er ohnehin nicht gebaut. Viel mehr für die schicken Innenstädte, in denen man leise surrend dahin rollend ganz sicher mit dem i8 mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann, als mit einem Porsche. Spätestens wenn man anhält und die eleganten Schmetterlingstüren hochschwingen lässt, kann man sich der Blicke nicht mehr erwehren. Womit die Ziele der typischen Käuferschicht des BMW i8 wohl auch schon vollständig erreicht wären.

 (relevant Redaktion)

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