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"Anne auf Green Gables" lässt grüßen

05.09.2012
Fans der Serie haben im Jubiläumsjahr reichlich Gelegenheit, in Erinnerungen an die rührende Geschichte zu schwelgen.

Für viele LiebhaberInnen der Mädchenbuch-Reihe "Anne auf Green Gables" war der 70. Todestag der Autorin Lucy Maud Montgomery in diesem Jahr (24. April) ein wichtiger Eintrag im Kalender. Dieser lädt dazu ein, die Romane, die bis heute Bestseller sind, wieder zur Hand zu nehmen, die gelungene TV-Adaption in neun Teilen aus den 80er-Jahren auf DVD (Staffel 1: Anne auf Green Gables; Staffel 2: Anne in Kingsport) anzusehen oder der liebevoll gestalteten 20-teiligen Hörspiel-Reihe (Titania Medien) zu lauschen.

Die Botschaft der Geschichten, die Ende des 19. Jahrhunderts spielen und erstmals 1908 erschienen sind, hat ihre Gültigkeit bis heute nicht verloren: an seine Träume zu glauben und seinem Herzen zu folgen.


Fernseh-Highlights für Fans

Lesenswert sind überdies die zahlreichen Fansites rund um das kanadische Waisenmädchen Anne, das bei dem Geschwisterpaar Marilla und Matthew Cuthbert in Avonlea ein liebevolles Zuhause und in ihrem Schulkollegen Gilbert Blythe sein Liebesglück findet bzw. sich mit den Jahren zu einer erfolgreichen Schriftstellerin mausert.

Anders als die TV-Serie, die in der zweiten Staffel von der literarischen Vorlage abweicht, ist die japanische Zeichentrickserie aus den 70er-Jahren ("Anne mit den roten Haaren") eine ziemlich präzise Umsetzung der Bücher - und in Japan bis heute Kult unter Frauen aller Altersgruppen.

Die weiteren Fortsetzungen der kanadischen Version der Erfolgsserie für das Fernsehen, die im Bemühen, die Fans weltweit zu bedienen, gänzlich die literarische Vorlage verlassen, sind dagegen enttäuschend. Nicht zuletzt, weil diese genug Stoff hergibt, begleitet sie doch Anne und Gilbert, bis jene - selbst in die Jahre gekommen - mehrfache Eltern und Großeltern sind.


Beliebter Klassiker - prominente Fans

Dass sich unter den zahlreichen Fans nicht wenige Prominente finden, überrascht daher wenig. Zu ihnen zählt sich die Bestseller-Autorin Stephenie Meyer ("Twilight"), die nach dem Vorbild von Anne und Gilbert ihre Romanfiguren Bella und Edward entwickelt hat. Bei genauer Betrachtung sind für Kenner der Anne-Reihe die Parallelen in den Charakteren nicht zu übersehen!

Die Beliebtheit, der sich die Romane spätestens seit der erfolgreichen TV-Verfilmung bis heute erfreuen, liegt auch an dem Ort, an dem jene spielen: Prince Edward Island, jene kanadische Insel, auf der auch die Autorin einen Teil ihres Lebens verbrachte. Die idyllische Landschaft, die die Farben der Jahreszeiten zum Leuchten bringen, und die weißen Dünenstrände bilden die reizvolle Kulisse dieser Geschichte, die bei allem Gefühl nicht in Kitsch abgleitet.

Kein Wunder also, dass die Fans nicht genug kriegen, in den Foren immer wieder nach Wiederholungen und neuen Verfilmungen verlangen und fast 30 Jahre nach dem großen Fernseherfolg immer noch in Scharen nach Avonlea pilgern!


Artikel, informative Websites oder Sehens- bzw. Hörenswertes in Radio und Fernsehen: In unserer Kolumne "Media's Digest" stellt relevant-Redakteurin Ute Rossbacher wöchentlich ihre Medientipps vor.


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