Quelle: ZAMG

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relevant Sprechstunde - Dr. Petra Fabritz

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Dr. Petra Fabritz

Ernährung und Übergewicht

23.02.2011
Was wir in puncto Essverhalten von unseren Vorfahren lernen können.

Die Internistin und Spezialistin für Ernährungs- und Präventionsmedizin Dr. Petra Fabritz greift in ihrer Sprechstunde medizinische Themen rund um die wichtigsten Gesundheitsfragen der Gegenwart auf und stellt Lösungs- bzw. Präventionsstrategien vor.

Dr. Petra Fabritz betreibt eine eigene Privat-Ordination mit den Schwerpunkten Gewichtsmanagement, Stressmanagement und Ernährungsmedizin. Zielsetzung ihrer medizinischen Tätigkeit ist es, über frühzeitige und gezielte Intervention Folgebeschwerden und Krankheiten zu verhindern.


Das Essverhalten der Menschen hat sich im Lauf der Jahrtausende grundlegend geändert. Blicken wir kurz zurück:

Vor etwa 500.000 Jahren ernährten sich die Menschen von natürlicher Mischkost aus hochwertigen Eiweißen (erjagte Tiere) und ballaststoffreichen pflanzlichen Lebensmitteln wie Beeren, Wurzeln, Früchten, Samen und Nüssen. Ihr Stoffwechsel war daher auch auf möglichst viel tierisches Eiweiß, wenig Kohlenhydrate und Fett eingestellt.

Um erfolgreich zu jagen, waren unsere Urahnen überdies täglich 30-40 Kilometer unterwegs. Für die Wintermonate legten sie sich rechtzeitig vor Wintereinbruch einen Fettpolster an, um in der kalten Zeit zu überleben.

Mit dem Ackerbau und dem Anbau von Getreide änderte sich das Nahrungsangebot jedoch schlagartig. Da die Menschen das Getreide lagern und damit auf Vorrat legen konnten, waren sie nicht mehr so stark vom saisonalen Nahrungsangebot abhängig. Die ursprünglich eiweißreiche Kost wurde durch stärke-kohlehydratreiche abgelöst.


Meine Tipps für Sie:

Lernen Sie wieder "natürlich" zu essen. Denn: die falsche Ernährung fördert Übergewicht. Das heißt: Verzichten Sie auf schnelle Kohlehydrate (also zuckerhaltige Getränke, Snacks, Schokolade, Weißbrot ...) - diese verschaffen Ihnen nur einen kurzen "Kick", und Sie fallen rasch wieder in ein Heißhungerloch.

Vermeiden Sie vor allem zwischen den Mahlzeiten Snacks zu sich zu nehmen.

Wenn Sie abnehmen wollen, sollten Sie auch auf Obst zwischen den Mahlzeiten verzichten.

Trinken Sie dafür viel. Stellen Sie sich (außer Sie leiden an einem schweren Herzleiden) 2 mal 1,5 Liter Wasserflaschen auf den Schreibtisch und nehmen Sie sich vor, diese jeden Tag auszutrinken. Denn: Wasser löscht den Durst und belebt die Sinne.

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