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Bücher und Songs: der Tag der Frauen

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relevant Redaktion

Bücher und Songs: der Tag der Frauen

08.03.2012
Ein Tribut aus Anlass des 101. Weltfrauentages.

Die Rolle der Frau in der heutigen Zeit spiegelt sich auf mannigfache Weise in der öffentlichen Wahrnehmung wider. Einige Fragen scheinen überwunden, andere bleiben zeitlos aktuell. Das belegen eindrucksvoll Literatur und Musik.


Fünf Bücher zum Weltfrauentag

Elisabeth Badinter: Der Konflikt (Beck) Mutig tritt die französische Philosophin und Mutter dreier erwachsener Kinder vor und erklärt: "Ich bin eine mittelmäßige Mutter." Und wirft in ihrem viel diskutierten und spannenden Buch "Der Konflikt" die Frage auf: Wann ist eine Frau eine Frau? Und vor allem: wann eine "gute" Frau und Mutter?

Ihre Betrachtungen, die reichlich Zündstoff für Diskussionen bergen, will Badinter als Ermunterung für ihre Geschlechtsgenossinnen verstanden wissen, eigene Bedürfnisse ohne schlechtes Gewissen zu leben.


Ruth Klüger: Unterwegs verloren (dtv) Im zweiten Teil ihrer Autobiografie schildert die aus Wien stammende Autorin, der die Flucht aus dem Konzentrationslager Auschwitz in die USA gelang, die gesellschaftliche Enge im Amerika der 50er- und 60er-Jahre und wie sie diese als alleinerziehende und berufstätige Mutter zweier Söhne erlebte. Eindringlich erzählt.


Simone de Beauvoir: Eine gebrochene Frau (rororo) Der französischen Philosophin und Freundin der Frauen war an einer Aussöhnung der Geschlechter gelegen. Wie diese aussehen könnte, hat sie in ihrer Beziehung mit Jean-Paul Sartre mit allen Konsequenzen zu leben versucht.

Dass bei aller Einigkeit in intellektuellen Fragen Unterschiede in der persönlichen Entwicklung und Gefühlswelt von Frauen und Männern bleiben, hat Simone de Beauvoir nicht nur in ihren theoretischen Schriften sorgfältig herausgearbeitet, sondern auch in ihren Erzählungen und Romanen gefühlvoll und berührend zum Ausdruck gebracht.


Maria Sveland: Bitterfotze (Kiepenheuer & Witsch) Die schwedische Journalistin ist überzeugt, dass ihr und ihrem Ehemann gelungen ist, woran viele Paare im Alltag scheitern: das Prinzip Gleichberechtigung zu leben. Der Versuch glückt - bis das erste Kind kommt und ihr Mann gleichzeitig einen großen beruflichen Auftrag erhält.

Ein nachdenklicher Roman über den herausfordernden Übergang vom Leben als unabhängige und berufstätige Frau zum Alltag als Vollzeit-Mutter - konsequent realistisch erzählt, mit versöhnlichem Ausklang.


Susanna Schwager: Das volle Leben (Piper) Zwölf Schweizer Frauen über 80 mit ganz unterschiedlichen Biografien halten Rückschau auf ihr Leben und offenbaren im Gespräch mit Autorin Susanna Schwager wertvolle Erkenntnisse und Einsichten.


Zehn Lieder zum Weltfrauentag

Neneh Cherry Women

Hildegard Knef Für mich soll's rote Rosen regnen

The Cardigans Don't blame your daughter

Tori Amos Strange little girl

Jarvis Cocker Don't let him waste your time

PJ Harvey This is love

Terri Clark Girls lie too

Dixie Chicks More love

Nina Simone My baby just cares for me

Faith Hill & Tim McGraw Angry all the time


Ute Rossbacher

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