Die Lehrer-Debatte zeigt einmal mehr, dass der Bund die Länder nicht zu zähmen vermag. Walter Hämmerle dazu in der "Wiener Zeitung" mit Blick auf das Machbare:
Eigentlich sollte sich mit Österreichs EU-Beitritt vor 15 Jahren der Machtkampf zwischen Bund und Ländern erledigt haben, erinnert Hämmerle an eine politische Realität. Eine andere jedoch sei, dass die Länder sich tatsächlich noch immer in wegweisenden Fragen gegen den Bund durchzusetzen vermögen - Stichwort Lehrerkompetenz. Doch lange nicht, weil jene so stark wären, unterstreicht der Autor: "Es ist die Schwäche der Bundesregierung."
Wenngleich er unterstreicht: "Föderalismus per se ist nicht das Problem; es ist seine spezifisch österreichische Variante, die für Geldverschwendung in großem Stil sorgt." Diesem Missstand beizukommen traut auch Hämmerle weder dieser Koalition noch den nachfolgenden Regierungen zu. Doch sollten zumindest einige Zugeständnisse und ein verschärftes Controlling gegenüber den Ländern durchzusetzen sein, setzt er nach.

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