Die Probleme bei der Integration von Zuwanderern wurden von den Parteien zu lange ignoriert. Umso fataler, wenn sich dieses Themas die Freiheitlichen annehmen, so Wolfgang Sablatnig in der "Tiroler Tageszeitung":
Die FPÖ hat es wieder einmal geschafft, so Sablatnig kopfschüttelnd. Habe es geschafft, dass ganz Österreich über die Partei redet. Darüber, dass die Freiheitlichen den Tabubruch gewagt und ein islamfeindliches Computer-Spiel in Umlauf gebracht haben. Auch für den Autor ein klarer Regelverstoß: "Es ist legitim, in einem Wahlkampf die Integration zum Thema zu machen. Aber nicht so wie die FPÖ."
Doch dessen ungeachtet, so Sablatnig, gebe es ein Problem in der Integration von Zuwanderern. Denn zu lange sei die Politik Antworten zu ungelösten Fragen schuldig geblieben. Etwa: Was tun, um das Abrutschen schlecht ausgebildeter Zuwanderer zu vermeiden? Oder: Was, um eine Parallelgesellschaft zu verhindern?
Antworten, die auch nicht die FPÖ liefern werde, wie Sablatnig an dieser Stelle unterstreicht. Denn den Freiheitlichen gehe es bloß um Stimmenfang - wovon weder die Migranten etwas haben. Noch jene, die die FPÖ gerade wegen ihrer Versprechungen gewählt haben.

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