Ob es Thilo Sarrazin wirklich um die Zuwanderer geht? Birgit Baumann hat da so ihre Zweifel, wie sie im "Standard" schreibt:
Es sei noch kein Frevel, festzustellen, dass in der deutschen Einwanderungspolitik nicht alles rund läuft, bestätigt auch Baumann. Dass es in Deutschland Familien gebe, denen der Koran näher als das Grundgesetz stehe. Aber was Sarrazin aus diesem Problem in seinem Buch mache, geht auch der Autorin zu weit. Dieser schreibe von Muslimen als Menschen, die sich vor allem am Sozialstaat gütlich tun und sich im großen Stil vermehren.
Was Baumann dabei gehörig aufstößt: Warum hat dann Sarrazin in seiner siebenjährigen Amtszeit als Berliner Senat nichts für eine bessere Integration von Zuwanderern getan - wenn ihm das Thema so sehr unter den Nägeln brennt? Könne es sein, dass sich hier einfach nur jemand wichtig machen wolle? Fragt Baumann und liefert die Antwort noch im selben Atemzug: "Wäre Sarrazin tatsächlich an besserer Integration interessiert, dann wäre er heute noch Politiker und nicht Bundesbanker."

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