Quelle: ZAMG

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FrechDAX - die Wirtschaftskolumne

Der FrechDAX

Tango Korrupti mit KHG in Haupt- und Diplomatenrolle

08.01.2012
Ein vollkommen frei erfundener Wirtschaftskrimi, der so laut Angaben der mutmaßlichen Täter ganz sicher nie stattgefunden hat.

Begleiten Sie mich, lieber Leser dieser Wirtschaftskolumne, heute einfach mal in eine Fantasiewelt. In unseren Gedanken spielt sich auf einem fernen verkommenen Planeten, in einem Land namens "Bananenrepublik" folgende Geschichte ab:

Der Finanzminister dieses Landes, hatte es dank Zuwendung jeglicher Art zu einem Landesfürsten – indiskrete Details dazu wollen Sie, liebe Leser, gar nicht wissen – schon in jungen Jahren in dieses hohe und verantwortungsvolle Amt geschafft. Und das, obwohl er in seinem bisherigen Leben mehr Zeit seiner Frisur, als langweiligen Themen wie Makroökonomie oder Geldpolitik gewidmet hatte. Er musste demnach wohl ein Pfundskerl sein oder - wie es einer seiner Millionen wenn nicht gar Milliarden weiblicher Fans mal so treffend formuliert hatte: "Er ist beinahe zu schön, zu jung und zu intelligent".

Im Vergleich zu seinem maßlosen Talent konnte sein Ministergehalt demnach wohl nur mit dem Begriff "mickrig" halbwegs treffend beschrieben werden. Deshalb beschloss er, ganz im Sinne seiner "Macher-Mentalität", sich den ihm wohl unbestritten zustehenden um ein Vielfaches größeren Anteil am Kuchen einfach zu nehmen.


That what friends are for...

Da traf es sich gut, dass ein paar Jugendfreunde sein trauriges Schicksal teilten und nach nachweislich gigantischen Leistungen für dieses Land, wie beispielsweise der erfolgreichen Pacht einer kleinen Tankstelle, nun den ihnen zweifellos zustehenden Reichtum einforderten. Schnell war ein Plan geschmiedet, denn unser Finanzminister saß ja glücklicherweise am großen Futtertrog, gemeinsam mit Kollegen aus einer Partei von Bauern und Beamten, die allesamt von Wirtschaft und solchem Zeug noch weniger Ahnung hatten als er. Der Plan war simpel: ein paar bisher von Gewerkschaftlern geführte Staatsbetriebe, die entsprechend miserabel da standen, sollten zum Wohle der Staatskasse und damit des Volkes privatisiert werden. Bei den Größenordnungen, um die es dabei ging, würde ein paar an ein Berater ausgezahlte Millionen nicht auffallen. Und wer, wenn nicht die paar Freunde, konnten wohl die denkbar besten Berater dafür sein?

Gesagt, getan. Doch wohin mit dem Geld? Einfach auf das Privatkonto der Kumpels bei einer österreichischen Bank konnte man das Geld wohl nicht so einfach überweisen. Man war ja nicht naiv und blöd. Schnell war man sich einig, dass man das Geld einfach über eine tropischen Insel nach Liechtenstein schicken würde, denn das putzige und als sehr verschwiegene geltende Nachbar-Fürstentum der Bananenrepublik war ja quasi gleich ums Eck. Doch damit stellte sich schon das nächste Problem: wie sollten sie an das Geld 'rankommen und es von Liechtenstein nach Österreich bringen? Die Freunde wollten ihren neu gewonnen Reichtum ja schließlich auch genießen und das Geld ausgeben.

Aber auch für dieses Problem hatte der beste Finanzministers des Universums aller Zeiten sofort eine geniale Lösung: Wozu hatte er schließlich einen Diplomatenpass und konnte unkontrolliert jede Grenze passieren?

PS: Die Handlung und alle handelnden Personen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder realen Personen wäre rein zufällig, aber nicht ungewollt.


Der Autor: Werner Becher ist erfolgreicher Unternehmer und Manager, hat als Ex-Bundesparteivorsitzender des Liberalen Forum (LIF) Einblick in die politischen Zusammenhänge. Als bekennender Neoliberaler wirft er in seinem Buch "Weicheier machen nicht satt – Eine Abrechnung mit Feiglingen, Mitläufern und Ja-Sagern" (Goldegg) einen kritischen Blick auf die Zustände in der Welt und zeigt offen sowie schonungslos auf, welche wirtschaftlichen Abgründe uns dadurch erwarten.

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