Das Verbot des Stierkampfs in Katalonien bedeutet noch lange nicht, dass es mit der blutigen Tradition auch im restlichen Spanien vorbei ist, resümiert Christiane Mitatselis spürbar gedämpft im "Kölner Stadt-Anzeiger":
Mitatselis lässt keinen Zweifel darüber aufkommen, auf wessen Seite sie steht: "Stierkampf ist ein widerliches, blutiges Spektakel und hat in einem aufgeklärten Land nichts zu suchen." Wenig überraschend begrüßt sie daher den jüngsten Vorstoß der Katalonen, das Ritual zu verbieten.
Eine getrübte Freude, wie sie zeigen möchte: Am Stierkampf-Verbot in Katalonien werde die spanische Regierung nämlich sicherlich nicht Maß nehmen. Zu stark, ist sie überzeugt, sei das Ritual in Sevilla oder Madrid verankert, wo Toreros den Status von Popstars genießen. Daran ändert aus ihrer Sicht auch nichts, dass sich in diesen Metropolen die Zahl der Kritiker mehre.
Mitatselis: Ein weiter Weg also noch für den Tierschutz. Zumal die Wirtschaftskrise das Land fest im Griff habe, und die Regierung in dieser Phase sicherlich kein Interesse an einer Stierkampf-Debatte habe. Schlechte Zeiten für Spaniens Stiere, bleibt die Autorin am Boden: "Der Stierkampf wird nicht so schnell aus Spanien verschwinden."
Gegenmeinung: Die Tradition des Stierkampfs hat in Spanien ein Ablaufdatum, ist "Welt"-Autorin Ute Müller überzeugt. Lesen Sie auch ihren Kommentar!

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