Von den humanitären Gründen einmal abgesehen - Österreich selbst tut sich mit der Ausweisung von Arigona Zogaj keinen Gefallen, so Patricia Haller im "Kurier":
Für Haller war Arigona Zogaj das denkbar schlechteste Beispiel für einen Abschiebekandidaten, denn: Sie sei bestens integriert, spreche tadellos Deutsch und wolle nach der Schule im Sozialbereich arbeiten. Auch wirtschaftlich betrachtet, betont die Autorin, ist die Abschiebung des Mädchens daher falsch: "Arigona hinauszuwerfen, ist neben der Unmenschlichkeit ein Verlustgeschäft."
Haller: Denn in Arigona Zogaj sei nicht nur bereits investiert worden, sie würde später Steuern und Sozialabgaben zahlen. Leider, räumt die Autorin nicht ohne Bitterkeit ein, sei das Mädchen mit seinem Schicksal in guter Gesellschaft. Nämlich in der von Tausenden, die hier arbeiten und integriert sind, aber trotzdem das Land verlassen müssen.

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