Der Rechtsstaat hat sich im Falle der Zogajs durchgesetzt. Aber haben seine Verfechter deshalb wirklich gesiegt, fragt Wolfgang Sablatnig in der "Tiroler Tageszeitung":
Sablatnig: Arigona Zogaj und ihre beiden Geschwister seien die Verlierer des zuletzt zähen Tauziehens um ihr Bleiberecht. Aber nicht nur sie, steht für ihn fest. Denn auch wenn die Entscheidungsträger - allen voran Innenministerin Maria Fekter und ihr Amtsvorgänger Günther Platter - aufatmen mögen: Gescheitert seien sie alle, so der Autor. Sie, die eine große Chance auf eine Deeskalation ungenutzt ließen. Die Betreuer, die den Zogajs immer wieder falsche Hoffnungen machten. Bundespräsident Fischer und Co., die sich für eine humanitäre Lösung stark gemacht hatten. Sablatnig: "Zu verfahren war die Situation, als dass irgendjemand sich noch hätte bewegen können."
Daher, appelliert der Autor, sollten alle Beteiligten Arigona Zogaj und ihren Geschwistern zumindest jetzt keine bürokratischen Steine in den Weg legen, wenn sie auf legalem Weg wieder nach Österreich zurückkehren wollen. Der Autor abschließend: "Jetzt haben die Kinder Unterstützung beim Visum verdient."

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