Die EU weist die Hedgefonds in die Schranken. Schön und gut, aber was ist mit den Banken, fragt Ulrike Hermann in der "taz":
Hermann weiht den Leser ein: Hedgefonds müssen sich künftig registrieren lassen und ihre Anlagestrategien offenlegen. So will es die EU. Kann nie schaden - aber, wendet die Autorin entschieden ein: "Mit den Hedgefonds sucht sich die EU den schwächsten Gegner aus." Denn, stellt sie einen Zahlenvergleich an: Das Geld aller Hedgefonds weltweit ist in Summe immer noch weniger als das Geld, das allein die Deutsche Bank verwaltet!
Hermanns unüberhörbarer Appell lautet daher: Was ist mit den Banken? Sie waren es immerhin, die die Finanzkrise auslösten, weil sie sich zu viele "Schrottpapiere" angeeignet haben - nicht die Hedgefonds, betont sie. Während diese reguliert werden, können die Banken weiterhin ungehindert Milliarden scheffeln. Und das bei folgendem Dauervorteil, erinnert sie uns: "Sie dürfen sich zu faktischen Nullzinsen bei den Zentralbanken verschulden." Da hat die EU wohl gekniffen, steht für Hermann fest, dabei wären Beschränkungen in diesem Fall so wichtig, stimmt sie zum Finale an: "Die Banken sind die eigentlichen Hedgefonds."

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