Quelle: ZAMG

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Elektroautos: Jetzt steigt die Politik aufs Gas

Jochen Zick/Action Press/picturedesk.com

Gernot Kramper

Denn sie wissen nicht, was sie fördern

04.05.2010
"Elektroautos werden für den Verbraucher nur durch spezielle Anreize interessant."

Will der Staat, dass mehr Menschen Elektroautos kaufen, wird er ihnen entgegenkommen müssen, so Gernot Kramper im "stern":

Die deutsche Politik habe die aktuelle Entwicklung - Stichwort E-Auto - verschlafen, bekrittelt Kramper. Doch gerade sie sei jetzt gefragt, wenn es darum geht, die Autofahrer zum Verzicht auf ihre bisherigen Fahrzeuge zu bewegen, beharrt der "stern"-Autor: "Strommobile werden für den Verbraucher nur durch spezielle Anreize interessant." Dabei schielt er nach Frankreich, das in diesem Fall für ihn mustergültig ist: Der Kauf von Elektroautos werde dort direkt gefördert, und zwar - wie Kramper betont - mit hohen Beträgen bis zu 5000 Euro! Der "Sprit aus der Dose" sei preisgünstig, während der herkömmliche Treibstoffpreis kräftig steigen werde. Für ihn sinnvolle Fördermaßnahmen, denn: "Nur dann lohnt sich das Fahren mit Strom wenigstens so halbwegs."

Auch in puncto Infrastruktur sieht Kramper noch deutlichen Aufholbedarf gegenüber anderen Staaten. Für E-Autos müsse es Aufladezonen in ausreichender Zahl geben bzw. Energie zu erschwinglichen Preisen. Und, für ihn ein zusätzlicher Anreiz: Innenstadtverbote für Pkw, dafür ein bevorzugter Zugang für E-Autos. Er bleibt dabei: Nur dann hat das neue Fahrzeug eine Chance. Die Politik allein hat es seiner Ansicht nach daher jetzt in der Hand.

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