Quelle: ZAMG

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Elektroautos: Jetzt steigt die Politik aufs Gas

Jochen Zick/Action Press/picturedesk.com

Nikolaus Doll

Keine übertriebenen Erwartungen an Elektroautos

04.05.2010
"Das Elektroauto wird den Pkw nicht verdrängen, sondern ein Zusatzangebot bleiben."

Nikolaus Doll bremst in seinem Kommentar für die "Welt" die Euphoriker. Denn seiner Ansicht nach sind unser aller Erwartungen an das Strommobil zu hoch:

Nichts gegen mehr Bewusstsein im Alltag, so Doll, doch die Elektroautos werden weder das Verkehrs- noch das Umweltproblem lösen. Warum? Auf diese Frage fällt dem "Welt"-Autor so manches ein. Stichwort Leistung etwa. Tatsache ist, führt er ins Treffen, dass Stromautos nur für Kurzstrecken bis zu 200 Kilometern geeignet sind. Und um gleich das "aber" erst gar nicht aufkommen zu lassen, setzt er nach: Und das wird noch lange so bleiben! Dann der Preis, führt Doll weiter aus. Elektroautos werden im Schnitt zwischen 8.000 und 10.000 Euro mehr als herkömmliche Fahrzeuge kosten! Im Namen der Konsumenten fragt er: Wer kann sich denn das leisten? Und dann noch die Umwelt: Elektroautos seien so umweltfreundlich, wie der Strommix, der verwendet wird. Aha, entfährt es dem Autor. Was das dann etwa im CO2-starken China heißt, können wir uns jetzt schon alle ausrechnen. Sein Schluss fällt daher wenig überraschend aus: "Das Elektroauto wird den Pkw auf lange Sicht nicht verdrängen, sondern ein Zusatzangebot bleiben."

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