Quelle: ZAMG

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Flugsicherheit: Hat die EU die Aschkarte?

Johan Nilsson/EPA/picturedesk.com

Gastkommentar Die Welt

Wo ist die EU, wenn Europas Bürger sie brauchen?

20.04.2010
MacShane: "Wo ist jetzt die EU, wenn es gilt, eine Lösung zu finden?"

Millionen Europäer sitzen derzeit an Flughäfen fest und können nicht nach Hause. Ein Ende dieser Krise ist noch nicht absehbar. Wo bleibt da die EU, fragt der britische Abgeordnete Denis MacShane in seinem Gastkommentar für die "Welt":

Für MacShane ist klar: So sehr haben wir - die Bürger - alle miteinander die EU schon lange nicht gebraucht wie jetzt, in dieser Situation. Ein isländischer Vulkan hat den Flugverkehr lahmgelegt, Millionen Menschen sind auf dem Heimweg gestrandet und müssen aus privater Kassa Unterkünfte bezahlen und sich über Wasser halten. Sie sollten schon wieder in der Arbeit sein, ihre Kinder in der Schule. Eine Katastrophe für MacShane. Ihm schwebt eine Luftbrücke vor, wie es sie damals im geteilten Berlin gab. Bewerkstelligen könnte dies allerdings nur die EU. MacShane: Millionen Menschen wollen in dieser Stunde nach Hause. Bringen wir sie dorthin! Wäre da nicht noch die Finanzierung. Doch auch hier hat der Abgeordnete bereits einen Vorschlag: Bestehende Subventionen vorübergehend umschichten zum Beispiel. Nicht zuletzt, um den Reisenden die unerwarteten Extrakosten zu erstatten. MacShane: Die Chance für die EU, ihren Bürgern zu zeigen, dass sie auf sie zählen können.

Der Autor ist Labour-Abgeordneter und war von 2002 bis 2005 Europa-Minister.

Gegenmeinung: Thomas Ludwig vom "Handelsblatt" sieht die Rolle der EU in dieser Situation etwas anders. Lesen Sie auch seinen Kommentar!

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