Quelle: ZAMG

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Flugsicherheit: Hat die EU die Aschkarte?

Johan Nilsson/EPA/picturedesk.com

Christina Steinlein

Aschewolke: Eine überschätzte Gefahr?

20.04.2010
"Flugverbot - eine sinnvolle Vorsichtsmaßnahme oder Panikmache?"

Die Airlines fordern eine rasche Wiederaufnahme des Flugverkehrs, denn jeder Tag Stillstand kostet ihnen mehrere Millionen Euro. Sind also die Regierungen zu übervorsichtig, wenn sie auf Flugverboten wegen einem Vulkan in Island beharren, fragt Christina Steinlein im "Focus":

Steinlein: Die Chefs der großen Fluglinien toben. Seit Tagen war der Verkehr lahmgelegt. Verständlich in ihren Augen, dass jene auf eine Aufhebung des Flugverbots drängen. Aber ist es wirklich so einfach, will die "Focus"-Journalistin wissen. Denn erwartungsgemäß anders sehen es die Mtarbeiter der Europäischen Flugsicherheit. Experten wissen: Vulkanasche kann Triebwerke binnen Minuten blockieren. Eine Tatsache, auch wenn es glücklicherweise bisher noch zu keinem Unglück kam. Steinlein macht im Zuge ihrer Recherchen bald das Kernproblem aus: Noch immer gibt es keine genauen Messdaten über die Dichte der Aschewolke in den einzelnen europäischen Ländern. Auf den Satellitenbildern sei nichts zu erkennen, die Konzentration könne nur durch spezielle Geräte erfasst werden. Steinlein: Da geraten wiederum die Zentren für Luft- und Raumfahrt unter Zugzwang, denn nach deren Aussage werden Kontrollflüge dieser Art üblicherweise Wochen, wenn nicht Monate im Voraus geplant. Nur mehr eine Frage der Zeit also, bis es Klarheit geben wird. Und damit dann auch hoffentlich eine Entscheidung, wie es weitergehen soll, schließt Steinlein.

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