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Dr. Petra Fabritz

Essen - aber richtig!

27.07.2011
Kleine Änderungen in der täglichen Ernährung mit großer Wirkung. Probieren Sie es aus!

Erinnern Sie sich noch an vergangene Woche, als ich Ihnen die erste Phase der Umstellung alltäglicher Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten beschrieben habe? (Schluss mit Fett und Zucker) Nun: Nach spätestens zwei Wochen beginnen wir mit der eigentlichen Umstellung. Das Ziel: durch gezielte Ernährung die Gewichtsabnahme zu fördern. Die Regeln sind einfach.


Drei Mal am Tag essen

Das Frühstück spielt eine wichtige Rolle. Ein ideales Frühstück aus meiner Sicht besteht aus Früchten, die ich mit Vollkorn, magerem Joghurt, Körnern und ein paar Nüssen kombiniere. Natürlich können Sie auch klassisch frühstücken. Meiden sollten Sie dann allerdings Lebensmittel mit hohem Fett- und/oder Zuckergehalt, wie z.B. Käse (Fettgehalt über 45% F.i.T.), Weißbrot (hoher Zuckergehalt) oder Croissants (hoher Fett- und Zuckergehalt). Trinken Sie dabei viel: am besten ungesüßten Tee und/oder Wasser. Kaffee geht auch in Ordnung.

Zu Mittag vermeiden Sie zucker- und fetthaltige Gerichte bzw. Beilagen. Essen Sie stattdessen viel Fisch, Huhn und Gemüse. Ersetzen Sie Beilagen wie Kartoffeln oder Reis durch Salate. Essen Sie bewusst und langsam, überessen Sie sich nicht. Denn: Das Sättigungsgefühl stellt sich erst 10 - 15 Minuten nach dem letzten Bissen ein. Das heißt: Essen Sie niemals soviel, dass Sie sich "voll" fühlen. Wenn das der Fall ist, haben Sie bereits zu viel gegessen. Trinken Sie viel während dem Mittagessen; am besten einen halben Liter Wasser vor dem Essen und einen halben Liter zum Essen. Der Effekt: Die Flüssigkeit verstärkt das Sättigungsgefühl.

Am Abend gilt: nicht zu spät und nicht zu schwer essen; am besten einen leichten Salat mit Thunfisch (ohne Öl im eigenen Saft), Cottagecheese (fettarm) mit Gurke oder Tomaten oder Paprika mit Schinken. Probieren Sie Lebensmittel mit einem niedrigen Zucker- und dafür hohen Eiweißgehalt aus. Wenn Sie einen optimalen Erfolg erzielen wollen, sollten Sie in dieser Phase den Verzehr von Brot meiden.


Mein Tipp für Sie

Um erfolgreich abzunehmen, ist es erforderlich, wieder in seinen natürlichen Ernährungszyklus zurückzufinden. Durch Fertigprodukte mit hohem Anteil von Zucker, Salz, Fett und künstlichen Ernährungsverstärkern haben wir es verlernt, auf unseren Körper zu hören und uns ausgewogen zu ernähren. Wir werden zu Sklaven des hohen Blutzuckerspiegels, nehmen immer mehr zu und fühlen uns zusehends schlechter.

Teil dieser falschen Ernährung sind auch die Zwischendurch-Mahlzeiten. Diese werden in der Werbung beispielsweise als "Die kleine gesunde Pause für mich...." angepriesen, sind aber die Dickmacher schlechthin. Denn der natürliche Stoffwechsel wird bei der Fettverbrennung unterbrochen, es werden zusätzliche Kalorien in Form von Fett und Zucker zugeführt. Die Heißhungerspirale wird wieder angeworfen.

Daher: Verzichten Sie auf alle Zwischenmahlzeiten – die machen Sie dick und schlapp! Versuchen Sie durch viel (zuckerfreies) Trinken dieser Entwicklung entgegenzusteuern.


Die Internistin und Spezialistin für Ernährungs- und Präventionsmedizin Dr. Petra Fabritz greift in ihrer Sprechstunde medizinische Themen rund um die wichtigsten Gesundheitsfragen der Gegenwart auf und stellt Lösungs- bzw. Präventionsstrategien vor.

Dr. Petra Fabritz betreibt eine eigene Privat-Ordination mit den Schwerpunkten Gewichtsmanagement, Stressmanagement und Ernährungsmedizin. Zielsetzung ihrer medizinischen Tätigkeit ist es, über frühzeitige und gezielte Intervention Folgebeschwerden und Krankheiten zu verhindern.


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