Wien Wolkig Nebel 17.1°C
Quelle: ZAMG

Kolumnen

Renate Rossbacher

kulturlounge Ystad, Stockholm, London: Krimi-Reisen liegen im Trend.


Manuel Simbürger

Inside Out Life Ball 2012: Fast-Live-Ticker zum Ball der Bälle.


Sascha Bém

provokant SMFPK? - Wenn sich Männer nach "Tetschn" sehnen.


Ute Rossbacher

Media's Digest Stars und Sternchen einmal anders: ein Blick in die Welt der Astrologie.


Markus Berndt

HR quergedacht Die ignorierten eierlegenden Wollmilchsäue.


Dr. Erdal Cetin

Inside OP Fersensporn: Schmerzhaft und langwierig zu behandeln.


Werner Becher

FrechDAX Bye Bye, Griechenland.

Interviews

Bildergalerien

Weitere Meinungsthemen

Dauerbrenner Rauchverbot

Chromorange/picturedesk.com

Gastkommentar Die Presse

Es ist Zeit zu handeln!

25.03.2010
Kürsten: "Wieso wir dringend ein striktes Rauchverbot in Lokalen brauchen."

Eine kleine aber hartnäckige Lobby verhindert erfolgreich in Österreich den Schutz von Nichtrauchern in Lokalen. Der Mediziner Reinhard Kürsten in seinem Gastkommentar für die "Presse" über eine fahrlässige Gesundheitspolitik und die subtilen Druckmittel der Tabakindustrie:

Für Kürsten ist die Politik der Gesundheitsminister beschämend. Beschämend, weil sie seit Jahren das Thema Nichtraucherschutz ignoriere. Die Tabakindustrie wiederum habe es geschafft, die Wirte für ihre Interessen vorzuspannen, die im Falle eines Rauchverbots Umsatzeinbußen fürchten.

In dubiosen Studien, die die Tabakindustrie beauftrage, werde immer wieder darauf hingewiesen, dass Passivraucher nicht gefährdet oder kaum beeinträchtigt seien. Das ist einfach nicht wahr, hält Kürsten ihr aufgebracht entgegen: "Passivrauchen verursacht Asthma, Schlaganfälle, Herzinfarkte und Krebs bei Nichtrauchern." Es sei daher die Pflicht für Gesundheitsminister, sich dieses Themas anzunehmen und klare Regelungen zu schaffen. Denn für alle anderen Bereiche gebe es Vorschriften, Stichwort Tempo-Limit, Gurtpflicht, Handy-Verbot am Steuer oder Promillegrenzen. Was einmal mehr beweist: Wenn es dem Staat wichtig genug sei, handle er ohne Verzug, so Kürsten verärgert.

Dabei beruft er sich auf jene Länder, in denen das Rauchverbot bereits in Kraft ist: Die Zahl der Herzinfarkte sei dort rückläufig, auch die Wirte hätten die Umstellung wirtschaftlich gut bewältigt.

Für Kürsten ist daher bei einer Gesundheitspolitik, die diesen Namen verdienen soll, kein Kompromiss möglich: Präventivmedizin ohne Rauchverbot ist einfach zu wenig und fahrlässig obendrein. Gerade Österreich habe hier Nachholbedarf. Denn die Zahl jugendlicher Raucher ist erschreckend hoch und höher als anderswo, zeigt sich der Mediziner alarmiert.

Reinhard Kürsten ist Mediziner. Sein Gastkommentar erschien bereits am 30. Dezember 2009 in der Online-Ausgabe der "Presse".

Home
Meinung
Politik
Chronik
Wirtschaft
Sport
Kultur
Society
Life
Reise
Motor
Hightech