2008 scheiterte das Rauchverbot in Lokalen an der Uneinigkeit der Regierungsparteien. Heraus kam ein Gesetz mit vielen Ausnahmen und Unterpunkten. Die Folge: In den meisten Lokalen wird geraucht wie eh und je. Jetzt ist Gesundheitsminister Stöger gefragt, so Eric Frey im "Standard":
Frey: Dass Österreichs Wirte seit zwei Jahren abwarten, ob sie in ihren Lokalen teure Trennwände oder Belüftungsanlagen einbauen sollen, ist verständlich. Denn noch immer ist unklar, was passiert, wenn ihre gesetzliche Schonfrist am 1. Juli abgelaufen ist, zeigt er ihr Dilemma auf. Gilt dann das Gesetz, das getrennte Räume für Raucher und Nichtraucher vorschreibt, wie es die heimische Regierung vorsieht? Oder doch das totale Rauchverbot, wie es die EU anstrebt? Für Wirte eine Überlebensfrage, denn so Frey: Warum sollten sie jetzt viel Geld in Umbauten investieren, wenn vielleicht sogar nur wenige Monate später das totale Rauchverbot EU-weit durchgesetzt wird?
Die jetzige Regelung, zeigt laut Frey die Praxis, bringe auf jeden Fall niemandem etwas: den Wirten nicht, und den Nichtrauchern erst recht nicht. Deshalb wäre es seiner Meinung endgültig an der Zeit, dass Minister Stöger ein totales Rauchverbot für Lokale im Parlament durchbringt. Das wäre endlich eine klare und konsequente Lösung, die einen Schlussstrich unter halbherzige Lösungen setze, so Frey.

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