Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Gleichberechtigung ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Und zwar zwischen Mann und Frau, unterschiedlichen Glaubensrichtungen, religiösen sowie sexuellen Orientierungen, Herkunft, Pigmentierung etc.. Nona.
Die jahrelange BundeshymnInnen-Debatte ist allerdings an
Hane(Hennen)büchenheit kaum zu toppen.
Wie kommt bitte jeman/fraud auf die Idee/den Einfall, DAS zum Thema zu machen?!? Wem ist so fad, dass er/sie einen solchen Liedtext auf korrektes Gender-Mainstreaming checkt? Und dann finden sich noch andere, die in die Diskussion einsteigen!
Liedtexte sind verkürzt, mitunter abstrakt, gerne naiv und ganz sicher nie vollständig. Das macht sie auch für wenig kunstsinnige Menschen leicht unterscheidbar von Enzyklopädien. (Texte von Hymnen tendieren darüber hinaus immer zu einer gewissen Plumpheit.)
Aber warum gehen wir in der Causa Bundeshymne nicht weiter?
- aber natürlich auch der Täler sowie Ebenen, Hügelland nicht zu vergessen, ahja und die Seen sind auch schön!
– und es gibt bei uns noch mehr Flüsse, nicht nur DEN Strom, DIE Donau. Land der Bäche.
- obschon wir Weideflächen, Weingärten, Wälder und Auen sicher nicht geringschätzen!
- der Synagogen, der Moscheen... und der Plätze, an denen sich Agnostiker treffen.
- und großer Töchter; auch weniger "große" seien besungen; fern liegt es uns, schwer zuordenbaren Transgender-Nachwuchs auszuklammern.
Holpert ein bisserl, oder? Aber wenn es endlich in der österreichischen Bundeshymne korrekter vorkäme, dann wär’s amtlich. Dann herrscht endlich Frieden auf Österreichs Erden.
Parlamentarisches Zeitverbrennen und die eine oder andere ÖVP-Blamage wären allemal drin.
Wir haben ja wirklich keine anderen Sorgen.
Sascha Bém ist Chefredakteur von relevant.at
sascha.bem[at]relevant.at

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