Quelle: ZAMG

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relevant Sprechstunde - Dr. Petra Fabritz

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Dr. Petra Fabritz

Diabetes mellitus

27.04.2011
Zuckerkrankheit ist nicht gleich Zuckerkrankheit.

Die Internistin und Spezialistin für Ernährungs- und Präventionsmedizin Dr. Petra Fabritz greift in ihrer Sprechstunde medizinische Themen rund um die wichtigsten Gesundheitsfragen der Gegenwart auf und stellt Lösungs- bzw. Präventionsstrategien vor.

Dr. Petra Fabritz betreibt eine eigene Privat-Ordination mit den Schwerpunkten Gewichtsmanagement, Stressmanagement und Ernährungsmedizin. Zielsetzung ihrer medizinischen Tätigkeit ist es, über frühzeitige und gezielte Intervention Folgebeschwerden und Krankheiten zu verhindern.


Grundsätzlich: Der Name "Diabetes mellitus" kommt aus dem Griechischen und bedeutet honigsüßer Durchfluss. Gemeint ist damit eine Gruppe von Erkrankungen, bei denen der Zucker nicht verwertet wird, sondern im Urin wieder ausgeschieden wird. Normalerweise ist bei einem nüchternen Menschen im Harn kein Zucker nachweisbar.

Im Blut liegt bei gesunden Menschen der Blutzuckerwert unter 100mg/dl bzw. der 2-Stunden-Wert nach der Nahrungsaufnahme wieder unter 140mg/dl. Das für den Zuckerabbau benötigte Hormon heißt Insulin und wird von der Bauchspeicheldrüse gebildet. Grob werden "Zuckerkranke" in zwei Gruppen eingeteilt:


1. Diabetes mellitus Typ I - die Erkrankung ist angeboren
2. Diabetes mellitus Typ II - sprich Altersdiabetiker

Bei Typ I fehlt dem Patienten die Fähigkeit, das lebensnotwendige Hormon Insulin selbst zu produzieren; die Ursache dafür ist genetisch bedingt.

Bei Typ II ist weniger die Genetik ausschlaggebend als unser ungesunde Lebensstil. Hyperkalorische Ernährung (sehr energiereiche, zuckerhältige Nahrung) und fehlende körperliche Bewegung können die Entstehung der Erkrankung begünstigen. Neuesten Studienergebnissen zufolge kann auch Rauchen Diabetes mellitus auslösen.

Therapeutisch können Sie bei Diabetes des ersten Typus nur mit dem künstlichen Ersatz von Insulin in Form von Spritzen arbeiten. Bei Diabetes der zweiten Art hingegen stehen regelmäßige körperliche Bewegung und eine ausgewogene Mischkost an erster Stelle. Dadurch können Sie die Wirkung Ihres körpereigenen Insulins wieder verbessern.

Zusätzlich gibt es auch noch eine Reihe von Medikamenten, die verhindern, dass der Blutzuckerspiegel nicht zu stark ansteigt. Erst, wenn all das nicht mehr ausreicht, um normoglycämisch (mit dem Blutzucker in den Normabereich zu kommen) zu sein, wird mit Spritzen Insulin verabreicht.


Mein Tipp für Sie

Machen Sie 3 - 4 mal pro Woche für jeweils zumindest 30 Minuten Ausdauersport - etwa Nordic Walking, Laufen (wenn Sie schon trainiert sind), Schwimmen oder Fahradfahren. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt mittels einer Fahrradergometrie Ihren persönlichen Herzfrequenzbereich bestimmen. Dies ist nachgewiesenermaßen die beste Methode, um Ihren Körper fit zu halten und vor der Entstehung von Stoffwechselerkrankungen zu schützen.


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