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Der österreichische Film – immer wieder für eine Überraschung gut

19.04.2011
Nominiert und preisgekrönt: sehenswerte Produktionen junger heimischer Regisseure.

Der im Rahmen des diesjährigen steirischen Filmfestivals Diagonale ausgezeichnete Streifen "Die Vaterlosen", der derzeit in den Kinos läuft, hat der 1971 in Graz geborenen Regisseurin und Drehbuchautorin Marie Kreutzer bereits bei der Berlinale 2011 in der Kategorie "Bester Nachwuchsfilm" lobende Erwähnung und große Anerkennung eingebracht.

In starken Bildern wird hier eine Geschichte erzählt, die nach und nach zutage bringt, warum Familie nicht immer das ist, wonach es auf den ersten Blick aussieht. Den Impuls zu diesem Film erhielt die Regisseurin, die ursprünglich Schriftstellerin werden wollte und Schreiben "für eine sehr anstrengende und einsame Arbeit" hält - wie sie im Interview mit der Tiroler Tageszeitung betont - nach eigenen Aussagen durch eine Diskussion zum Thema "Kommune" auf ARTE.


Allein unter "Goldenen Palmen"

Eine überraschende Einladung zu den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes (11. bis 22. Mai) ist dieser Tage an den 1971 in Wien geborenen Filmemacher Markus Schleinzer ergangen.

Nominiert wurde sein Filmspieldebüt "Michael", zu dem er auch das Drehbuch verfasst hat. Es geht um eine mutmaßliche Entführungsgeschichte, die die letzten fünf Monate unfreiwilligen Zusammenlebens des zehnjährigen Wolfgang mit dessen 35-jährigen Entführer Michael zum Inhalt hat.

Vor der Entstehung seines Erstlingswerks hat sich der Jung-Regisseur im Casting-Team mit Carmen Loley für Filmwerke wie "Die Klavierspielerin" und "Das weiße Band" (beide Michael Haneke), "Der Fälscher" (Stefan Ruzowitzky) und "Der Knochenmann" (Wolfgang Murnberger) einen Namen gemacht.


Große Träume

"Ich würde sehr gerne ganz große Kinofilme machen", sagt Regisseur und Drehbuchautor Thomas Roth gegenüber tv-kult; sein aktueller Film "Brand" kommt am 29. April in die heimischen Kinos.

Eine laut dem Magazin "beklemmende Geschichte", die sich um einen vom Erfolg verlassenen Schriftsteller (Josef Bierbichler), seine todkranke Ehefrau (Erika Deutinger), eine verführerische Krankenschwester und deren rachsüchtigen Ehemann rankt.

An die zwanzig Filme hat Thomas Roth - Sohn des Schriftstellers Gerhard Roth - bereits gedreht. Für den 2008 entstandenen Kinofilm "Falco - verdammt wir leben noch" hagelte es jedoch schlechte Kritiken.


Renate Rossbacher ist freie Autorin. 1998 hat sie ihren Lyrik-Band "Man wird nicht reif, man wird nur müde" im Karin Fischer Verlag veröffentlicht; seitdem weitere Gedichte und Kurzgeschichten in Literaturzeitschriften und Anthologien.


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