Quelle: ZAMG

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Dr. Petra Fabritz

Vorsicht bei Bluthochdruck

13.04.2011
Bluthochdruck wird leicht übersehen. Denn er verursacht keine Schmerzen.

Die Internistin und Spezialistin für Ernährungs- und Präventionsmedizin Dr. Petra Fabritz greift in ihrer Sprechstunde medizinische Themen rund um die wichtigsten Gesundheitsfragen der Gegenwart auf und stellt Lösungs- bzw. Präventionsstrategien vor.

Dr. Petra Fabritz betreibt eine eigene Privat-Ordination mit den Schwerpunkten Gewichtsmanagement, Stressmanagement und Ernährungsmedizin. Zielsetzung ihrer medizinischen Tätigkeit ist es, über frühzeitige und gezielte Intervention Folgebeschwerden und Krankheiten zu verhindern.


Von Bluthochdruck spricht man dann, wenn mehrere Messungsergebnisse über 130/85 mm Hg liegen. Prinzipiell kann man den eigenen Blutdruck nur beurteilen, wenn man ihn auch misst. Denn Vorsicht: Ein erhöhter Blutdruck muss keinerlei Schmerzen verursachen. Es kann zwar sein, dass Sie Schwindelgefühle oder Kopfschmerzen haben bzw. ein Pochen im Ohr hören. All das kann bei erhöhtem Blutdruck auftreten, muss aber nicht sein.

Als typisches Symptom gilt, dass Sie bei gewohnter Anstrengung unter Atemnot leiden. Natürlich kann diese auch wegen Bewegungsmangel auftreten. Aber wenn Sie gewohnt sind, eine bestimmte Steigung zurückzulegen und bemerken, dass sie dabei zunehmend unter Atemnot leiden, dann sollten Sie Ihren Blutdruck messen lassen.

Die sinnvollste Methode, Ihren Blutdruck abklären zu lassen? Wie bereits beschrieben, ist für die Feststellung von Bluthochdruck nicht ein momentaner Wert aussagekräftig; der Blutdruck muss dafür mehrmalig gemessen werden.

Die Messung können Sie selbst mit einem Blutdruckmessgerät durchführen. Sollten Sie kontinuierlich höhere Werte feststellen, so können Sie bei Ihrem Internisten eine 24-Stunden-Blutdruckmessung durchführen lassen. Dabei erhalten Sie ein tragbares kleines Gerät, das gut unter der Kleidung getragen werden kann. Nun werden über 24 Stunden alle 15 Minuten automatisch Messungen durchgeführt. So bekommt der Arzt ein exaktes Bild von Ihrem Blutdrucks; auf dieser Basis wird er dann auch entscheiden, ob und wann Sie Medikamente benötigen.


Mein Tipp für Sie

Bevor Sie sportlich aktiv werden, sollten Sie Ihren Blutdruck unter Belastung kennen. Das lässt sich mittels einer Belastungsergometrie feststellen. Denn gerade beim Kraftsport kann sich ein unbehandelter (weil "unbekannter") Bluthochdruck als gefährlich erweisen. Durch regelmäßigen moderaten Ausdauersport können Sie jedoch den Blutdruck um etwa 5mm Hg senken - wieder ein Beispiel für eine nebenwirkungsarme Therapie ohne Medikamente.


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