An Hilfe für den Kosovo mangelt es nicht, die EU setzt dabei nur am falschen Hebel an, findet Adelheid Wölfl im "Standard":
Wölfl wartet mit einer beeindruckenden Zahl auf: 14,1 Prozent des Budgets machten die Auslandsüberweisungen von Kosovaren im Jahr 2008 aus. Ein unentbehrlicher Wirtschaftszweig für den ausgehungerten Staat. Die Kosovaren in den EU-Staaten daher jetzt in ihre Heimat zu zurückzuschicken, wäre fatal. Womit Wölfl auch zum Knackpunkt kommt: Bei ihrem Bemühen, für Sicherheit im Kosovo zu sorgen, lasse die EU den wirtschaftlichen Aufbau des jungen Staates außer Acht. 45 Prozent Arbeitslosigkeit, 15 Prozent, die in Armut leben - diese Probleme müssen laut Wölfl rasch bekämpft werden. Etwa durch Förderung der Landwirtschaft. Sonst greift alle Hilfe zu kurz: "Einerseits fließt vonseiten der EU viel Geld, gleichzeitig wird der Kosovo im Stich gelassen."

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