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Kosovo: Der mühsame Weg nach Europa

Kushtrim Ternava/EPA/picturedesk.com

Adelheid Wölfl

Mehr Weg als Wille

17.02.2010
"Einerseits fließt vonseiten der EU viel Geld, gleichzeitig wird der Kosovo im Stich gelassen."

An Hilfe für den Kosovo mangelt es nicht, die EU setzt dabei nur am falschen Hebel an, findet Adelheid Wölfl im "Standard":

Wölfl wartet mit einer beeindruckenden Zahl auf: 14,1 Prozent des Budgets machten die Auslandsüberweisungen von Kosovaren im Jahr 2008 aus. Ein unentbehrlicher Wirtschaftszweig für den ausgehungerten Staat. Die Kosovaren in den EU-Staaten daher jetzt in ihre Heimat zu zurückzuschicken, wäre fatal. Womit Wölfl auch zum Knackpunkt kommt: Bei ihrem Bemühen, für Sicherheit im Kosovo zu sorgen, lasse die EU den wirtschaftlichen Aufbau des jungen Staates außer Acht. 45 Prozent Arbeitslosigkeit, 15 Prozent, die in Armut leben - diese Probleme müssen laut Wölfl rasch bekämpft werden. Etwa durch Förderung der Landwirtschaft. Sonst greift alle Hilfe zu kurz: "Einerseits fließt vonseiten der EU viel Geld, gleichzeitig wird der Kosovo im Stich gelassen."

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