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Abgeschottet - Sichtbarriere für den Garten

09.07.2012 - 14:07
Sträucher wie Flieder ist eine Möglichkeit© APA (dpa/tmn/BGL)Sträucher wie Flieder ist eine Möglichkeit

Wer sich unbeobachtet vom Nachbarn und von Passanten im Garten bewegen mag, kommt um einen Sichtschutz kaum herum. Das muss kein Lamellenzaun sein - auch blühende Sträucher und satte Gehölze schotten ab. Ein solcher natürlicher Sichtschutz dient auch als Wind- und Lärmschutz.

Natürlicher Sichtschutz kann in Form einer geschnittenen oder unregelmäßigen Hecke oder durch die Pflanzung einzelner Sträucher und Bäume entstehen. "Einige wollen sich sowohl im Winter als auch im Sommer völlig abgeschottet bewegen, andere fühlen sich schon mit einer lockeren Bepflanzung sehr wohl, weil sie einen netten Nachbarn haben", erklärt Autor und Gartenplaner Rainer Lutter.

Bei der Planung und Gestaltung müssen die Maße des Gartens berücksichtigt werden. Gerade bei Neubauten wollen viele zu schnell zu viel erreichen. So werden schnell wachsende Pflanzen zu dicht gepflanzt. "Das führt jedoch leider dazu, dass die Dimensionen des Gartens bereits nach kurzer Zeit gesprengt werden und man die Pflanzung erneuern muss", sagt Jürgen Oppers, Landschaftsarchitekt aus Ratingen. Oppers rät zu etwas mehr Geduld, um am Ende ein Ergebnis zu erzielen, das lange seinen Sinn erfüllt. "Der beliebte Kirschlorbeer ist zwar schnell hochgewachsen, entwickelt jedoch schon nach wenigen Jahren so dicke Äste, dass er kaum noch als Hecke zu schneiden ist und schließlich entfernt werden muss", nennt Oppers ein Negativbeispiel.

Im Idealfall kommen heimische Gehölze zum Einsatz, die auch Vögeln, Insekten und Schmetterlingen Nahrung und Schutz bieten, sagt Lutter. In Haushalten mit Kindern sollte aber auf Pflanzen mit giftigen Beeren lieber verzichtet werden.

Auch die Bedürfnisse der Gartennutzer sollten bei der Planung eine große Rolle spielen. Eine zwei Meter hohe Hecke, die das Grundstück umgibt, schirmt viele Blicke ab, ruft jedoch leicht ein Gefühl der Enge hervor. "Sie schränkt die eigene Sicht stark ein, was besonders auf kleinen Grundstücken unangenehm ist", findet Lutter. Hier ist eine aufgelockerte Bepflanzung aus kleinen Bäumen und Ziersträuchern wie Haselnuss, Kornelkirsche oder Sommerflieder besser.

An der Terrasse eignen sich auch Kübelpflanzen. Diese können bei Bedarf in ihrer Anordnung verändert werden. Lutter empfiehlt dafür Oleander, Hibiskus, Zitronenverbene, Lorbeer oder Olivenbäume. Es müsse jedoch bedacht werden, dass Kübelpflanzen einen frostfreien Platz zum Überwintern benötigen.

"Eine höhengestaffelte Bepflanzung rund um die Terrasse ist attraktiver als ein senkrechter, zwei Meter hoher Zaun", sagt Oppers. Die Bepflanzung sollte am Sitzplatz mit Stauden und Sommerblumen niedrig beginnen und dann mit halbhohen Sträuchern langsam nach hinten ansteigen. Höhere Sträucher und Bäume bilden den Abschluss. "Aber Vorsicht: Das benötigt sehr viel Platz und ist deshalb nur für größere Grundstücke geeignet."

(APA/dpa)

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