Quelle: ZAMG

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Dr. Erdal Cetin

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Das Immobilienjahr 2016

21.12.2015 - 21:08
Es wird auch im kommenden Jahr viel in Österreichs Baubranche los sein: Rekordprojekte, innovative Lebensräume - aber auch überraschende Stopps ambitionierter Projekte zeichnen sich ab.

Seit einem Jahr ist die Seestadt in Aspern bewohnt, wenn auch noch nicht vollständig. Denn die Planungen dieses Stadtentwicklungsprojektes, das zu den größten Europas zählt, laufen bis 2028. Eine weitere Superlative bringt das kommende Jahr aber ebendort bereits sicher: Mit dem „HoHo“ soll der Startschuss für das erste 24-stöckige Holz-Hochhaus der Welt erfolgen!

Die Baugenehmigung ist erteilt, die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2016 beginnen. Zwei Jahren sind für die Errichtung vorgesehen. Einziehen sollen in das 84 Meter hohe Gebäude Restaurants, ein Hotel, Unternehmen aus den Bereichen Gesundheit und Beauty. 60 Millionen Euro investiert die cetus Baudevelopment GmbH in den Bau, der mit der asiatischen Fünf-Elemente-Lehre die Grundstoffe Luft und Leere, Feuer und Wasser sowie Holz und Metall verknüpfen will.

 

Beim Hauptbahnhof

Während sich dieser Holzturm langsam in die Höhe schraubt, ziehen die Mitarbeiter der Erste Group Bank und deren Tochtergesellschaften gerade auf den "Erste Campus". Er ist auf dem ehemaligen Südbahnhof-Gelände entstanden und Teil des so genannten "Quartiers Belvedere". Dort ist man dabei, ein neues Viertel mit einer Mischung aus Unternehmen, Wohnhäusern, Kultureinrichtungen und Grünflächen zu schaffen. Der Entwurf stammt von Henke Schreieck Architekten aus Wien. Die beiden hatten bereits die Büroimmobilien "HOCH ZWEI" und "RUND VIER" Wien, das Headquarter von Borealis Innovation in Linz sowie die Fachhochschule in Kufstein geplant.

 Fertig gestellt werden soll im kommenden Jahr auch das Projekt "Wohndelta Alte Donau" in Kaisermühlen. Die Raiffeisen evolution errichtet hier in Kooperation mit der ARE Development 138 frei finanzierte Eigentumseinheiten. Das Hauptaugenmerk liegt auf hochwertigem Wohnraum für Urbanisten, die ab dem Sommer 2016 einziehen können. Das Wohnvorhaben basiert auf dem WOHN-BASE-Konzept, das auf Mensch und Lebensqualität fokussiert. Es soll ein gemeinsames Intranet-Portal, Gemeinschaftsbüros und hausinterne Wellness-Einrichtungen geben.

"Insgesamt investiert die ARE in den nächsten fünf Jahren rund zwei Milliarden Euro in den heimischen Wohnbau und bringt bis zu 10.000 neue Wohnungen auf den Markt", sagte Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer des ARE Konzerns, beim Spatenstich.

 

 Graz

Ebenfalls Mitte des kommenden Jahres soll der Science Tower in Graz bezugsfertig sein. Er setzt den Beginn für den ersten Stadtteil der Smart City Graz, wo aus einem ehemaligen Industriegelände ein neues Viertel entsteht. Errichtet wird das Gebäude von Smart-City-Graz-Konsortialpartner SFL Technologies und dem Hans Höllwart Forschungszentrum für Integrales Bauwesen.

Der 60 Meter hohe Turm wird Unternehmen aus der Umwelttechnologie beherbergen und selbst Teil von technischen Innovationen sein – dazu zählen die Stromspeicherung im Turm, eine intelligente Lüftung sowie Energieautarkie. Am Standort Waagner-Biro-Straße/Helmut-List-Halle werden aus 4,2 Millionen Euro Förderung aus dem Klima- und Energiefonds innovative Vorzeigeprojekte für zukünftiges Arbeiten und Wohnen.

 

 Linz

Auch in Linz baut man an einem neuen Stadtteil, der "Grünen Mitte". Auf dem Gelände des ehemaligen Frachtenbahnhofs, das 85.000 Quadratmeter umfasst, entstehen 800 Wohnungen, 50 davon werden betreut. Rund 420 sind bereits bewohnt, mehr als 100 werden bis zum Sommer 2016 folgen. Zentrum der Anlage ist ein 14.000 Quadratmeter großer und öffentlich zugänglicher Park.

 

 Salzburg

Auch hier wird Wohnraum geschaffen, und zwar im südlichen Stadtteil Aigen. In der "Lebenswelt Aigen" will man sich dem Schwerpunkt Seniorenwohnen widmen, Gemeinschaft fördern und diese Gemeinschaft auch sicherstellen. Mit der inhaltlichen Konzeption wurde das Diakoniewerk beauftragt. "Wohnen mit Service" richtet sich demgemäß an Senioren, die anspruchsvoll wohnen, aber trotzdem nicht auf Service verzichten möchten. Bis zu 35 der 110 Einheiten sind für dieses Wohnmodell vorgesehen, das als Gesamtheit von der gswb in Kooperation mit der Diakonie Salzburg und den Bauträgern "Lebenswelt Wohnen" sowie Viktoria-Haus aktuell umgesetzt wird. Die Fertigstellung ist für Mitte 2017 geplant.

 

Tower auf Eis

Ein Projekt, das vorerst nicht weiter betrieben wird, ist der DC Tower 2 in Wien-Donaustadt. Denn solange man den ersten Turm nicht angemessen vermietet hat, nimmt man von weiterer Fläche und damit weiteren Kosten Abstand. Von der BAR werden allein 44.000 m2 an Mietflächen für Büroräumlichkeiten vermietet. Für 2016 hat man sich zum Ziel gesetzt, den DC Tower fast gänzlich unter die „Miethaube“ zu bringen. Kommt das zustande, wird man über den zweiten Turm nachdenken.

 

Links:

HoHo Wien

Erste Campus

Wohndelta Alte Donau

Science Tower

Grüne Mitte

Lebenswelt Aigen

DC Tower

 

red/ag

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