Quelle: ZAMG

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Dr. Erdal Cetin

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Büroausstattung im Wandel

05.02.2015 - 16:51
Technische Innovationen sowie arbeitspsychologische Erkenntnisse lösen den klassischen Arbeitsplatz auf.

Moderne Arbeitsformen, flachere Hierarchien und gewandelte Kommunikationsstrukturen bedingen einen Wandel in der Gestaltung von Büroarbeitsplätzen. Nicht wenige Großunternehmen und einige Mittelständler setzen bereits auf die Umgestaltung hergebrachter Bürostrukturen im Hinblick auf die räumliche und ausstattungstechnische Anpassung an die neuesten Erkenntnisse der Arbeitspsychologie und Ergonomie.

 

Aktuelle Tendenzen in der Büroeinrichtung

Der seit einigen Jahren zu beobachtende Trend zu innovativen, kreativitätsfördernden Arbeitsformen hat bereits in vielen Unternehmen zu einer geradezu revolutionären Umgestaltung traditioneller Bürostrukturen geführt. So geht die Entwicklung eindeutig weg vom klassischen Einzelbüro und hin zu kommunikationsfördernden Arbeitsplätzen. Damit ändern sich auch die Anforderungen an die Gestaltung der Büroeinrichtung sowie an das stationären und mobile IT-Equipment.

 

Bessere Kommunikation und gesteigerte Kreativität

Der in vielen Büros heute noch stilprägende lange Gang mit nach Abteilungen gegliederten Einzelbüros rechts und links gilt längst in der Arbeitspsychologie als überholt. Heute ist der Aspekt der Kreativitätssteigerung durch mehr Kommunikation in offen gestalteten Bürolandschaften eines der wichtigsten Gestaltungsziele bei modernen Büroeinrichtungen, wie Sie etwa die gaerner GmbH aus Elixhausen bei Salzburg bereits seit 50 Jahren liefert. Zum Büro der Zukunft gehören großzügig gestaltete Kommunikationszonen als Treffpunkte für projektbezogene oder informelle Meetings.

Vielfach wird eine alters- oder abteilungsübergreifende Mischung von Mitarbeitern angestrebt, damit ein fach- bzw. generationsübergreifender Gedankenaustausch kreative Lösungsansätze fördert. Einige Unternehmen sehen für alle oder zumindest für einige Mitarbeiter keine ihnen persönlich zugeordnete Arbeitsplätze mehr vor. Vielfach handelt es sich dabei um Beschäftigte, die in international ausgerichteten Firmen zeitversetzt arbeiten, um die zeitliche Synchronizität mit Nordamerika bzw. Ostasien herzustellen. Solche Arbeitnehmer wechseln täglich ihren Arbeitsplatz und nutzen für ihre persönlichen Arbeitsunterlagen beispielsweise einen vom Arbeitgeber gestellten Rollcontainer (Trolley oder Caddy), mit dem sie täglich einen anderen Schreibtisch ansteuern. Ähnliches gilt für Beschäftigte, die einen Teil ihrer Arbeit im Home Office leisten oder viel im Außendienst tätig sind.

Wenn ein persönlicher Schreibtisch überflüssig wird, sinkt häufig der Raumbedarf. Ein naturgemäß durchaus gewünschter Nebeneffekt ist eine so erzielte Reduzierung der Mietkosten. Dieses sogenannte non-territoriale Arbeiten geht manchmal so weit, dass auch der Rollcontainer überflüssig wird, weil die Mitarbeiter alle relevanten Tätigkeiten mit Laptop und Smartphone erledigen können. Voraussetzung ist dabei die Anpassung der IT-Infrastruktur und die Verwendung hochwertiger, störungsfrei arbeitender Endgeräte.

 

Der Arbeitsplatz bestimmt Kreativität und Motivation

Viele Unternehmen setzen auf die Schaffung unkonventioneller Arbeitsumgebungen. Dazu kann die üppige Ausstattung der Arbeitsplätze mit Pflanzen ebenso gehören wie die Auflösung klassischer Raumstrukturen durch die Einbindung von Kreativzonen, Fitness- und Relaxbereichen. Die Schaffung von Grünbereichen soll leistungssteigernd und gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen, Husten und Augenreizungen wirken.

Das Angebot von Entspannungszonen mit Fitnessgeräten, Liegen und Duschen fördert das subjektive Wohlbefinden der Mitarbeiter und besitzt auch einen hohen Symbolwert, da dies als Geste besonderer Wertschätzung verstanden wird.

red/ag

 

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