Quelle: ZAMG

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Wohnungspreise in Innsbruck stabilisieren sich

18.09.2014 - 16:41
Der Immobilienhype scheint nun offenbar vorbei zu sein. Nachdem auch in Innsbruck die Preise für Immobilien kräftig angestiegen sind, bleiben sie nun konstant auf hohem Niveau.
Innsbruck© MartinBiely/wikimedia commonsInnsbruck

Der Immobilienhype ist offensichtlich vorbei. Der Immobilienpreisspiegel 2014 zeigt, ein Einpendeln der Preise in den österreichischen Landeshauptstädten. Dies gilt auch für das urbane Zentrum Tirols. Nachdem auch in  Innsbruck die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen sind, bleiben sie auf hohem Niveau konstant bzw. unterliegen nur noch leichten Schwankungen.

Dabei ist das Angebot an gebrauchten Wohnungen in Innsbruck etwa konstant geblieben - im Vergleich zum Vorjahr stehen in etwa gleich viele Wohnungen derzeit leer. Doch durch den Zuzug nimmt auch in Innsbruck der Wohnbedarf konstant zu. Zu erwarten ist, dass für Wohnungen in guter Lage und mit guter Ausstattung die Quadratmeterpreise künftig auf dem hohen Niveau stabil bleiben bzw. eventuell sogar weiter geringfügig ansteigen. Der Kaufpreis für eine Wohnung in der Stadt Innsbruck liegt derzeit bei durchschnittlich 3.500 bis 4.000 Euro pro Quadratmeter. Im Umland zahlt man etwa 2.500 bis 3.000 Euro pro Quadratmeter. Bei unsanierten Wohnungen oder Immobilien in schlechter Lage ist aber Druck auf die Preise zu erwarten.

Welche Wohnungen sind besonders gefragt?

Bei Wohnungen mit 1 bis 2 Zimmern und bei gemeinschaftstauglichen Wohnungen ist die Nachfrage am stärksten. Das liegt daran, dass viele Studenten bzw. junge Menschen nach Innsbruck kommen und Wohngemeinschaften immer beliebter werden.

Eine große Diskrepanz ist bei geförderten Wohnraum festzustellen. Während in Innsbruck die Nachfrage nach geförderten Wohnungen groß ist und weiter steigt, wird derzeit nur wenig gebaut. Das Angebot an gefördertem Wohnraum wird deshalb immer knapper und die Wartezeiten länger. Dies dürfte auch mit politischen Fehlentwicklungen im Zusammenhang stehen. Bekanntlich ist die von allen Arbeitnehmern eingehobene Wohnbauförderung seit den letzten Finanzausgleichsverhandlungen durch die Bundesländer nicht mehr zwingend für den Wohnbau zu verwenden. Anstatt die entsprechenden Gelder in die Schaffung von neuen geförderten Wohnraums zu investieren, werden die Mittel teilweise durch die Landespolitik für andere Projekte zweckentfremdet. Diese fehlenden Impulse wirken sich bereits direkt auf einen Rückgang des Wohnbaus aus. Experten kritisieren diese politische Fehlentscheidung deshalb sehr lautstark, mit einer kurzfristigen Korrektur ist aber nicht zu rechnen.

Immer mehr Menschen bevorzugen zentrumsnahen Wohnraum. Da der Besitz eines PKWs speziell bei jungen Menschen immer uninteressanter wird und sie andere Mobilitätsformen wie öffentliche Verkehrsmittel oder Carsharing stattdessen vorziehen, steigt die Nachfragen nach Wohnungen im Zentrum. Doch Wohnraum mit guter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz kostet auch mehr als Wohnungen am Stadtrand. Die Mieten in Innsbrucks Zentrum sind aufgrund des eingeschränkten Angebots deshalb mittlerweile sehr hoch – man muss mit etwa 10 bis 14 Euro pro Quadratmeter an  Mietpreis rechnen.

Bei Einfamilienhäusern ist der Markt sehr ausgeglichen. Die Preise sind sehr stark von der Lage und dem Zustand der Immobilie abhängig. Die Preise für die eigenen vier Wände liegen etwa bei 3.000 bis 4.000 Euro für durchschnittliche Häuser und Lagen. Im Luxussegment muss bereits mit etwa 5.000 Euro und mehr gerechnet werden.

(relevant Redaktion)

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