Quelle: ZAMG

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Dr. Erdal Cetin

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Schritt für Schritt zum Eigenheim

21.11.2013 - 11:45
Ein eigenes Haus mit Garten, Terrasse, Balkon und allem was dazu gehört - vom Wunsch bis zur Umsetzung ist es ein weiter Weg. Wir gehen mit Ihnen ein paar Schritte.

Um nicht gleich bei der Planung gravierend falsch zu liegen, gilt es, den Überblick über wichtige finanzielle Parameter des Unterfangens zu bewahren. Wer ein Eigenheim bauen möchte, sollte sich etwa unbedingt vorab über die Möglichkeiten der Wohnbauförderungen in Österreich informieren, die bundesweit unterschiedlich sein können.

Für die Planung der Finanzen gibt es als Faustregel folgende Bereiche: Kosten für das Grundstück, Aufschließungs-, Planungs-, Baukosten und Einrichtungskosten. Für jeden Bereich sollte ein eigenes Budget festgesetzt werden. Jeder, der schon einmal mit einem "Häuslbauer" gesprochen hat, weiß: finanzielle Reserven sollten immer kalkuliert werden. Günstiger wird's selten.

 

Erwerb des Grundstücks

Themen wie Lage und Größe liegen auf der Hand. Soll ein Garten mit eingeplant werden? In welcher Größe? Ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel gegeben? Welche Qualität gerne stiefmütterlich behandelt wird - nämlich von Maklern wie von Kunden ist die geografische Ausrichtung: Eine Fläche, die auf den ersten Blick hell und einladend wirkt, kann bei ungünstiger Lage zu den Himmelsrichtungen sehr schnell in den Schatten von benachbarten Häusern oder anderen Erhebungen geraten.

 

Bauweise: Fertighaus oder aus Architektenhand

Fertigteil- oder ein Massivhaus vom Architekten? Beides hat seine Vorteile. Und gewichtige Auswirkungen aufs Budget.

Das Fertighaus punktet vor allem mit überschaubaren Kosten: Das heißt zwar nicht, dass es grundsätzlich günstiger ist als eines vom Architekten. Allerdings sind die Kosten übersichtlicher gestaffelt. Konkret: Von Beginn an ist klar definiert und in Bereiche aufgeschlüsselt, wie viel das Bauvorhaben kosten wird. Im Normalfall ist nicht mit großen Eventualitäten oder unvorhergesehenen Kosten zu rechnen.

Wer hingegen massiv baut, hat naturgemäß einen großen Vorteil: Er ist bedeutend flexibler in der baulichen Planung. So hat der Auftraggeber in Punkten wie der Verwendung von Baustoffen und der räumlichen Aufteilung freie Hand. Auch spätere Adaptionen können dadurch weitaus unkomplizierter realisiert werden. Um einen reibungslosen Ablauf zu vereinfachen, stellen einige Online-Portale wie das Hausbauforum auch mehrere Hausbau-Checklisten zur Verfügung, die Hausbauer nutzen können, um keinen der wichtigen Schritte zu vergessen und um auf Nummer sicher zu gehen.

 

Die Wahl der Baustoffe

Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Brandschutz sind generelle Anforderungen an moderne Baustoffe. Bei Außenwänden kommen Wärmeschutz- und -speicherung sowie Schallschutz dazu. Diese Parameter multipliziert mit den verschiedenen Anwendungsbereichen vom Keller bis zum Dach ergibt eine Vielzahl an Baustoffwahlen. Wenn Sie nicht (nur) mit einem Architekten arbeiten, empfiehlt sich der Rat von Experten wie beispielsweise die Spezialisten vom Lagerhaus.

 

Nachhaltiger Wohnbau

Nicht nur beim Baustoff kann nachhaltig und umweltschonend entschieden werden - auch beim Energiehaushalt des neuen Eigenheims. Hierzu kann dermaßen geplant werden, dass nach Fertigstellung des Hauses eine deutliche Energiekostenersparnis erzielt wird. Solar- und Kleinwindanlagen werden etwa im Rahmen der Förderung im Sinne des Klimaschutzes bundesweit gefördert. Auch andere alternative Heizmöglichkeiten, wie etwa mit Biomasse oder Pellets liegen im Trend, erfordern aber entsprechende Planung.

Für welche Art von Haus man sich auch immer entscheidet, im Vordergrund steht die genaue Planung und Terminisierung aller Bauphasen. Wer sich im Vorfeld über die Vor- und Nachteile eines Fertig- bzw. Massivhauses informiert und sich über die Verwendung diverser Baustoffe im Klaren ist, senkt die Chancen für böse Überraschungen. Und Möglichkeiten für Überraschungen gibt es beim Bauen immer. Auch positive.

 

red./ag.

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