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Gesundheitskolumne II

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Viele verstehen Nährwertinformationen nicht

26.01.2012 - 13:46
Wie kann man sich vernünftig ernähren?© APA (dpa)Wie kann man sich vernünftig ernähren?

Weltweit hält sich die Hälfte der Menschen für mehr oder weniger übergewichtig, in Österreich sind es sogar 60 Prozent. Um überschüssige Kilos loszuwerden, wollen die meisten (80 Prozent) ihre Ernährung umstellen und sich körperlich betätigen (51 Prozent), wie eine internationale Umfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen ergab.

Das Problem dabei: Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, Nährwertinformationen auf Lebensmittelverpackungen nicht oder zumindest nicht vollständig zu verstehen. Bei der weltweiten Studie rund um das Thema "Körpergewicht, Gesunde Ernährung sowie Nährwertkennzeichnung" wurden mehr als 25.000 Internetnutzer in 56 Ländern befragt - 500 davon in Österreich. Hierzulande gaben sogar 60 Prozent der Befragten an, die Verpackungsinformation nur teilweise oder auch gar nicht zu verstehen. Die Italiener sind sich hier sicherer (41 Prozent), die Franzosen haben noch mehr Probleme beim Verständnis (69 Prozent).

"Gesunde Ernährung ist bei den Verbrauchern in der ganzen Welt ein Thema, und damit bieten sich hervorragende Chancen für Hersteller von Consumer Packaged Goods", meinte Petra Kacnik, Director Consumer Research für Nielsen DACH. "Leicht verständliche Nährwertinformationen können ein Teil des Marketings sein und damit aktuellen Verbraucherbedürfnissen entgegenkommen".

Mehr als 90 Prozent der Befragten in Österreich halten Informationen zum Kaloriengehalt immer bzw. manchmal für glaubwürdig - nur acht Prozent vertrauen diesen Angaben nie. Ähnlich sieht es bei Informationen zum Fettgehalt oder zur Herkunft des Lebensmittels aus. Weniger Vertrauen haben die Verbraucher dagegen bei Aussagen wie "naturbelassen", wobei auch hier mehr als 70 Prozent der Befragten in Österreich dieser Angabe immer oder zumindest manchmal vertrauen. 57 Prozent glauben aber auch der Angabe "Förderung der Herzgesundheit". "Je enger die Nährwertinformationen mit der konkreten Rezeptur des Lebensmittels verknüpft sind, desto glaubwürdiger scheinen sie in den Augen des Verbrauchers", kommentierte Kacnik.

Wenn die Ernährung umgestellt wird, liegt der Hauptfokus der Verbraucher in Österreich auf der Reduktion von Schokolade und Zucker (82 Prozent) sowie Fett (64 Prozent). An dritter Stelle folgt, schon etwas abgeschlagen, der Verzehr von mehr natürlichen, frischen Lebensmitteln (53 Prozent). Die berühmte "FdH"-Diät ("Friss die Hälfte", Anm.) gerät eher in den Hintergrund: Im Vergleich setzen eher wenige Verbraucher in Österreich (28 Prozent) darauf, die Portionsgrößen einfach zu reduzieren. In Europa fällt die Zustimmung zu dieser Diätmethode im Schnitt noch höher aus (42 Prozent).

(APA)

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