Quelle: ZAMG

Gesundheitskolumne

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Dr. Erdal Cetin

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Krankenzusatzversicherungen boomen

29.09.2014 - 14:20
Einbettzimmer, Heilpraktiker oder Zahnersatz - diese Leistungen werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und kosten ganz schön viel Geld. Deshalb schließen immer mehr Menschen eine Zusatzkrankenversicherung ab.
Krankenzusatzversicherungen im Visier© APA (dpa/tmn/Forum Schilddrüse)Krankenzusatzversicherungen im Visier

In einem Einbett- oder maximal Zweibettzimmer liegen, Zahnersatz mit Keramik-Verblendung, Kontaktlinsen, eine Heilpraktiker-Behandlung oder traditionell chinesische Medizin. Diese Leistungen werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Selbstverständlich können alle Patienten diese Leistungen in Anspruch nehmen, allerdings müssen jene die „nur“ mit der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, die Kosten dafür zur Gänze selbst tragen.  Viele Menschen nehmen heute nicht nur mehr die Schulmedizin in Anspruch sondern vertrauen ebenso auf andere Praktiken und Heilmethoden – nur diese sind ohne Krankenzusatzversicherung sehr teuer. Der Markt an Zusatzversicherungen boomt.

Wonach richten sich die Beiträge?

Die Beiträge variieren stark, denn es gibt bei der Berechnung einiges zu beachten. Essentiell sind das Alter und der Gesundheitszustand des zu Versicherten und dann kommt es natürlich darauf an, welche Leistungen künftig in Anspruch genommen werden wollen. Will ich nur eine Bettenversicherung d.h. bei einem Krankenhausaufenthalt ein Einbett- bzw. maximal Zweibettzimmer oder möchte ich immer Wahlärzte aufsuchen, beim Zahnarzt nichts bezahlen und Krankengeld? Diese Dinge sollten auf jedem Fall vor Abschluss einer Zusatzversicherung bedacht werden.

Auch zu beachten ist, dass die Versicherungen an Wartezeiten gebunden sind. Das heißt, dass die Versicherten nach Abschluss oft noch drei bis sechs Monate warten müssen, bis sie die diversen Leistungen in Anspruch nehmen dürfen. 

Wie sieht die Situation beispielsweise in Frankreich aus?

Wie in den meisten europäischen Ländern ist jeder Arbeitnehmer in Frankreich sozialversicherungspflichtig. Die Sozialversicherung umfasst folgende Bereiche:

- die Krankenversicherung (einschließlich Mutterschutz, Invalidität und Tod),
- die Familienversorgung,
- die Altersversorgung,
- die Arbeitslosigkeit und
- die  Unfallversicherung.

Die Sozialversicherung setzt sich aus einen Arbeitnehmer- und einen Arbeitgeberanteil zusammen. Einige französische Unternehmen bieten auch oft ihren Mitarbeitern Zusatzversicherungen an. Diese sind natürlich von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Um einen Überblick über die diversen Anbieter zu bekommen lohnt sich ein Blick auf ein Vergleichsportal wie mutuelles-devis.fr.

(relevant Redaktion)

 

 

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